Inzwischen sind die Al-Quds-Demonstranten und die des Pro-Israel-Lagers auf dem George-Grosz-Platz aufeinander getroffen. Bisher kam es jedoch zu keinen besonderen Vorkommnissen - beide Seiten demonstrieren friedlich. Auf der Seite der Israel-Freunde skandieren mehr als 100 Menschen "Lang lebe Israel".
Zu Beginn der Gegendemonstration machte Innensenator Frank Henkel von der CDU seine Meinung zur Al-Quds-Demonstration noch einmal deutlich: „Antisemitische Hetze wird Berlin nicht hinnehmen", sagte er. Auch die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags Petra Pau von der Linken nahm an der Gegendemonstration teil. Sie fordert: „Antisemitismus ist ein Alltagsproblem, deshalb muss auch der Widerstand alltäglich sein.“
Inzwischen haben sich rund 260 Israel-Gegner vom Adenauerplatz aus auf den Weg in Richtung Gedächtniskirche gemacht. Es sind mehr geworden, die Zahl bleibt jedoch weit unter der angemeldeten Teilnehmeranzahl von 1500. Die Stimmung ist friedlich, zuvor gab es Redebeiträge.
Auf dem Adenauerplatz findet auch ein Teil der Gegendemonstration statt. Hier haben sich rund 200 Menschen aus dem Pro-Israel-Lager versammelt. Unterdessen müssten die anderen Gegendemonstranten nach Angaben eines Polizeisprechers inzwischen am George-Grosz-Platz am Kurfürstendamm angekommen sein. Dort sind nun weitere Redebeiträge der Israel-Freunde geplant. Später dann werden an dieser Stelle auch die Al-Quds-Demonstranten eintreffen. Hier werden sich die gegnerischen Lager sehr nah kommen.
Zur Al-Quds-Demonstration, die gleich beginnen soll, wurden rund 1500 Menschen erwartet. Diese Zahl wird bisher zumindest nicht annähernd erreicht. Nach Polizeiangaben haben sich am Startpunkt der Demonstration nur wenige Hundert Israel-Gegner versammelt. Bis zum jetzigen Zeitpunkt scheinen sich auch alle Teilnehmer an die verschärften Auflagen der Polizei in diesem Jahr zu halten: Es sind keine Flaggen der libanesischen Partei oder der Miliz Hisbollah zu sehen.