Das war die Wahl
In die Stichwahl um das Präsidentenamt in Frankreich gehen aller Voraussicht nacht der europafreundliche frühere Wirtschaftsminister Emmanuel Macron und die Chefin des rechtsextremen Front National, Marine Le Pen. Die beiden lieferten sich am Sonntag im ersten Wahlgang ein Kopf-an-Kopf-Rennen: Laut Innenministerium lag nach Auszählung von über der Hälfte der Stimmen Macron mit 23,11 Prozent minimal vor Le Pen, auf die 23,08 Prozent entfielen.
Die Kandidaten der 60 Jahre lang das Staatsoberhaupt stellenden Konservativen oder Sozialisten schafften es nicht in die zweite Runde am 7. Mai. Für diese sagten die noch am Abend veröffentlichte Umfragen dem unabhängigen Macron fast eine Zwei-Drittel-Mehrheit vorher. Der Linksliberale sagte, er wolle das europäische Projekt erneuern und sich rasch eine Mehrheit im Parlament verschaffen.
Insgesamt waren rund 47 Millionen Franzosen zur Abstimmung aufgerufen. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 80 Prozent. Politiker der unterlegenen Lager riefen zur Wahl Macrons in der Stichwahl auf. So appellierte der sozialistische Regierungschef Bernard Cazeneuve an seine Landsleute, für Macron zu stimmen und dem Front National eine Niederlage zu bereiten.
"Ich will der Präsident der Patrioten sein gegen die Bedrohung durch die Nationalisten", sagte der 39-jährige Macron am Abend. Er reagierte damit auf Le Pen, die vor ihren Anhängern "alle Patrioten" aufgerufen hatte, sie zu unterstützen. (Reuters)
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