Steigende Nachfrage bei UmzugsunternehmenDie Coronakrise schränkt auch das Umziehen ein. Nach Angaben der Polizei dürfen nur noch "Helfende aus dem häuslichen Umfeld" dabei sein - oder Umzugsunternehmen, die sich an "Hygiene-Standards" halten. Das scheint derzeit die Nachfrage bei Umzugsunternehmen zu erhöhen.
Der Geschäftsführer des Umzugsunternehmens "Blitz-Umzüge" aus Friedrichshain, Ayhan Cetin, berichtet dem Tagesspiegel von einem starken Anstieg der Aufträge. „Es wurden in letzter Zeit ein paar Aufträge verschoben – wir haben aber auch viele Anfragen, seit gestern boomt die Auftragslage." Er vermutet, dass die neuen Regelungen etwas damit zu tun haben. "Wahrscheinlich ist das so, weil man ja jetzt nur noch mit Personen aus dem häuslichen Umfeld umziehen darf." Über mangelnde Arbeit jedenfalls könne sich sein Unternehmen nicht beklagen.
Auch das Umzugsunternehmen "Umzug Berlin" hat derzeit viele Aufträge. "Seit zwei Tagen gibt es einen richtigen Ansturm", sagt David Müller vom Umzugsunternehmen. "Wie es sich entwickelt, bleibt abzuwarten, wir werten das wöchentlich aus."
Dabei bemühen sich die beiden Unternehmen, Hygieneregeln einzuhalten. "Wir achten auf vermehrtes Händedesinfizieren - aber wir können auch nicht soviel machen", sagt Müller. "Eine Waschmaschine mit Mundschutz zu tragen, wäre eine Zumutung, da gefährdet man sich selbst, weil man nicht richtig atmen kann."
Auch Cetin sieht Probleme mit dem Mundschutz. „Wir desinfizieren uns regelmäßig die Hände und wahren den Abstand gegenüber den Kunden zu wahren, damit sie sich sicher fühlen", sagt er. "„Aber wir können jetzt nicht immer einen Mundschutz tragen, wenn wir die Treppen mit Möbeln hoch und runter laufen – sonst wird das mit dem Atmen schwer.“
Auch beim Abstandhalten sieht Müller Probleme. "Wenn jeder schwere Schrank 1,5 Meter lang wäre dann vielleicht. Aber spätestens im Umzugs-LKW sitzt man dann wieder zusammen - diesen Abstand einzuhalten wird schwer."