See latest updates
Neuen Beitrag anzeigen
Neue Beiträge anzeigen
new updates
Sven Lemkemeyer

Ukraine meldet Zerstörung von russischer Drohnenfabrik in Rostow

Das ukrainische Militär hat in Russland nach eigenen Angaben in der Nacht eine Drohnenfabrik zerstört. Dadurch werde „die Kapazität des Feindes zur Produktion von Drohnen verringert und die Fähigkeit des russischen Aggressors geschwächt, zivile Ziele in der Ukraine anzugreifen“, teilt das Militär über den Onlinedienst Telegram mit. Die Anlage befand sich den Angaben zufolge in der Stadt Taganrog in der Region Rostow, etwa 50 Kilometer von der Grenze entfernt. 

Offiziellen russischen Angaben zufolge wurden bei dem Raketenangriff der Ukraine drei Menschen verletzt. Zudem sei ein Brand in einem Lagerhaus ausgebrochen, schrieb der Gouverneur von Rostow, Juri Sljussar beim russischen Messenger-Dienst Max. Im Netz wurden Bilder und Fotos von Bränden verbreitet, die von einer Rüstungsfabrik stammen sollen, wo unter anderem Drohnen und Drohnenteile produziert werden. (Reuters, dpa)
Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Kein Beitrag vorhanden
Sven Lemkemeyer

Kreml: Friedensgespräche mit der Ukraine haben keine Priorität

Klare Ansage aus Moskau: Friedensgespräche mit der Ukraine haben für Russland keine oberste Priorität, erklärte Außenminister Sergej Lawrow am Samstag auf dem Antalya Diplomacy Forum in der Türkei, wie das Portal „Kyiv Independent" berichtet.

Die von den USA vermittelten Verhandlungen stocken seit geraumer Zeit. Die letzten trilateralen Gespräche zwischen der Ukraine, Russland und den Vereinigten Staaten fanden am 16. Februar statt, während ein für Ende Februar geplantes und später auf Anfang März verschobenes Folgetreffen kurz vor den US-amerikanisch-israelischen Angriffen auf den Iran verschoben wurde.

„Zum jetzigen Zeitpunkt hat die Wiederaufnahme der Verhandlungen für uns keine oberste Priorität. Wir haben niemandem Verhandlungen aufgezwungen“, sagte er. „Wir haben stets nach dem Grundsatz gehandelt: Wenn unser Partner bereit ist, sind wir bereit.“

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sowohl Washington als auch Moskau dazu gedrängt, den Prozess wieder aufzunehmen, und erklärt, er glaube nicht, dass die Verhandlungen in eine Sackgasse geraten seien. Erhebliche Meinungsverschiedenheiten bestehen insbesondere hinsichtlich der territorialen Forderungen Russlands.
Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Kati Krause

Krim und Russland Ziel ukrainischer Drohnenangriffe

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russisch besetzte Marinestadt Sewastopol auf der Halbinsel Krim ist nach Behördenangaben in der Nacht ein Öldepot in Brand geraten. Das Feuer in einem Tank mit Kraftstoffresten sei durch abgeschossene Drohnen ausgelöst worden, schrieb der Verwaltungschef der Stadt, Michail Raswoschajew, auf der Plattform Telegram. Der Brand habe keine Auswirkungen auf die Treibstoffversorgung von Sewastopol. 

Verletzte gebe es keine, hieß es weiter. Darüber hinaus habe die Flugabwehr über der Stadt zwei weitere Drohnen abgeschossen. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden. 

Im Gebiet Samara ist nach Medienangaben die Ölraffinerie in Nowokuibyschewsk von Drohnen getroffen worden. In sozialen Netzwerken kursierende Bilder und Videos zeigen Brände, die von der Anlage stammen sollen. Offiziell wurden die Berichte bislang nicht bestätigt. Zuletzt lag die Produktionsleistung der Raffinerie bei 8,8 Millionen Tonnen pro Jahr – und war damit eine der größeren Anlagen im Land.

Eine Bestätigung gibt es bereits für einen Angriff auf ein Öldepot im südrussischen Gebiet Krasnodar. Dort sei ein Treibstofflager in Tichorezk getroffen worden, bestätigte der Krisenstab der Region. Krasnodar ist wie die Krim eine der am häufigsten von Kiew attackierten Gebiete unter russischer Kontrolle.

Aber auch Regionen fernab der Front rücken immer mehr in den Blickpunkt der Angriffe: Im Gebiet Leningrad, das an St. Petersburg (früher Leningrad) grenzt, war der Hafen von Wyssozk Ziel ukrainischer Angriffe, wie Gouverneur Alexander Drosdenko auf Telegram mitteilte. Dort werde versucht, einen Brand zu löschen. 27 ukrainische Drohnenangriffe seien abgewehrt worden. (dpa)
Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Kati Krause

USA verlängern Lockerungen für Sanktionen auf russisches Öl

Die USA haben ihre Lockerungen von Sanktionen auf russisches Öl für einen weiteren Monat verlängert. Die Ausnahmeregelung erlaubt den Kauf von Ölprodukten aus Russland, die seit Freitag auf Schiffe verladen wurden. Sie ist bis zum 16. Mai befristet und folgt auf eine entsprechende 30-tägige Regelung, die am 11. April auslief. 

Der Schritt ist Teil von Washingtons Versuchen, die Energiepreise zu dämpfen. Diese sind im Zuge des von den USA und Israel begonnenen Kriegs gegen den Iran weltweit stark gestiegen. Das Vorgehen ist jedoch insbesondere in Europa umstritten, denn es könnte Bemühungen behindern, Russland die Finanzierung des Kriegs in der Ukraine zu erschweren. Die Chefin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, hat erklärt, dass jetzt nicht der richtige Zeitpunkt sei, die Sanktionen gegen Russland zu lockern.

Ein Sprecher des US-Finanzministeriums erklärte, man wolle sicherstellen, „dass Öl für diejenigen verfügbar ist, die es benötigen“. Vor wenigen Tagen hatte Finanzminister Scott Bessent noch erklärt, Washington werde die Ausnahmeregelung nicht verlängern

Trump und seine Republikaner sehen sich jedoch wegen der gestiegenen Preise mit Unmut in der amerikanischen Bevölkerung konfrontiert. Im November finden in den USA Zwischenwahlen statt, bei denen Trumps Partei ihre Mehrheiten im Kongress verteidigen muss. Außerdem haben einem Insider zufolge auch diverse Partnerländer der USA am Rande von internationalen Treffen in Washington in den vergangenen Tagen Druck gemacht, die Ausnahmeregelung zu verlängern. (Reuters)
Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Julia Weiss
Author Julia Weiss

Selenskyj warnt Belarus vor Beteiligung am russischen Krieg

Belarus hat nach Angaben aus Kiew in grenznahen Gebieten zur Ukraine mit dem Ausbau von Straßen und dem Bau von Artilleriestellungen begonnen. „Wir gehen davon aus, dass Russland ein weiteres Mal versuchen wird, Belarus in seinen Krieg (gegen die Ukraine) hineinzuziehen“, schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram. Er habe Anweisung gegeben, Minsk vor den Folgen zu warnen. Die Ukraine sei bereit, ihr Hoheitsgebiet und ihre Unabhängigkeit zu verteidigen.

„Die Art und die Folgen der jüngsten Ereignisse in Venezuela sollten die Führung von Belarus davon abhalten, Fehler zu begehen“, fügte er hinzu. Anfang Januar wurde der venezolanische Staatschef Nicolás Maduro mit seiner Frau von US-amerikanischen Truppen über Nacht in die USA festgenommen und vor Gericht gestellt.

Belege für die Bautätigkeiten in Belarus legte Selenskyj nicht vor. Im Februar 2022 war die russische Armee auch von belarussischem Territorium in die Ukraine einmarschiert. (dpa)

Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Julia Weiss
Author Julia Weiss

Russland will Schutz von Ölexport-Häfen verstärken

Nach zahlreichen ukrainischen Drohnenangriffen will Russland die Luftverteidigung rund um wichtige Ölexport-Häfen am Finnischen Meerbusen verstärken. Der Gouverneur der Region Leningrad, Alexander Drosdenko, teilte am Freitag in einem Video mit, er habe beschlossen, „zusätzliche mobile Einheiten“ zur Abwehr von Drohnen einzusetzen. Dabei sollten auch Reservisten zum Einsatz kommen, fügte er hinzu. Freiwillige würden einen Dreijahresvertrag erhalten.

Die ukrainische Armee hat wiederholt die Häfen Ust-Luga und Primorsk angegriffen, die beide in der Region Leningrad am Finnischen Meerbusen liegen und über die viel russisches Öl umgeschlagen wird. Kiew sieht in den Attacken eine Vergeltung für russische Bombardierungen und will Moskaus Einnahmen aus Ölexporten schmälern.

Der Organisation Center for Research on Energy and Clean Air (CREA) zufolge halbierten sich die Öl-Exporte in Ust-Luga und Primorsk nach einem ukrainischen Drohnenangriff im März im Vergleich zum Vorjahresniveau. Andererseits konnte Russland seine Ölexport-Einnahmen im März nach Angaben der Internationalen Energieagentur auf 19 Milliarden Dollar (umgerechnet rund 16 Milliarden Euro) fast verdoppeln. (dpa)

Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Federica Matteoni
Ukrainischer Militärgeheimdienst: Russland plant Offensive und will Donbass bis September einnehmen
Russland bereitet nach Einschätzung des ukrainischen Militärgeheimdienstes eine neue Bodenoffensive im Südosten der Ukraine vor. Ziel sei es, die gesamte Donbass-Region bis September unter Kontrolle zu bringen. Das sagte der stellvertretende Chef des Militärgeheimdienstes HUR, Wadym Skibizkyj, in einem Interview mit der „Financial Times“.

Demnach verstärkt Moskau bereits seine Angriffe aus der Luft. Russland produziere derzeit rund 60 Iskander-Raketen pro Monat und habe die Zahl der Abschusssysteme ausgeweitet. 

Besonders die Angriffe auf die Energieinfrastruktur der Ukraine seien laut Skibizkyj Teil einer umfassenderen Strategie, mit der Moskau versuche, die Voraussetzungen für eine neue Offensive im Frühjahr und Sommer zu schaffen.  

Insgesamt seien derzeit rund 680.000 russische Soldaten im Einsatz. Vor diesem Hintergrund wolle die Führung in Moskau den militärischen Druck weiter erhöhen, um ihre Ziele im Donbass zu erreichen. (Tsp)
Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Federica Matteoni
Zweiter Zwischenfall in einer Woche: Das Atomkraftwerk Saporischschja war erneut von der externen Stromversorgung abgeschnitten.
Zweiter Zwischenfall in einer Woche: Das Atomkraftwerk Saporischschja war erneut von der externen Stromversorgung abgeschnitten.   Bild: Reuters

AKW Saporischschja verliert erneut externe Stromversorgung

Das von Russland besetzte Atomkraftwerk Saporischschja hat innerhalb weniger Tage erneut die externe Stromversorgung verloren. Das teilte die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) mit.
Demnach kam es am Abend des 16. April zu dem Vorfall. Die Stromversorgung konnte nach rund 40 Minuten wiederhergestellt werden.

IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi erklärte, es handle sich bereits um den zweiten solchen Zwischenfall innerhalb einer Woche und den 14. seit Beginn der russischen Invasion.
Er betonte, der erneute Verlust der externen Stromversorgung unterstreiche die instabile Lage der nuklearen Sicherheit am Standort. (Valeriia Semeniuk)
Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Federica Matteoni
Rauch steigt aus der Ölraffinerie in Tuapse im Südwesten Russlands auf.
Rauch steigt aus der Ölraffinerie in Tuapse im Südwesten Russlands auf.   Bild: AFP

Hafenanlagen im südrussischen Tuapse brennen noch immer

Im russischen Schwarzmeerhafen Tuapse dauern die Löscharbeiten nach dem ukrainischen Drohnenangriff vom Donnerstag an. 

177 Einsatzkräfte seien mit der Brandbekämpfung beschäftigt, teilen die örtlichen Behörden mit. Bei dem Angriff wurden nach russischen Angaben zwei Menschen getötet, darunter ein 14-jähriges Mädchen. Sieben Menschen seien verletzt worden. 

Das ukrainische Militär hat den Angriff auf die Hafenanlagen in Tuapse bestätigt. Tuapse ist einer der wichtigsten Häfen im Süden Russlands und dient als Drehscheibe für den Export von Erdölprodukten, Kohle und Düngemitteln. Zudem befindet sich dort eine große Ölraffinerie gleichen Namens, die Rosneft, Russlands größtem Ölproduzenten, gehört. (Reuters)
Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Federica Matteoni

Rumänien: Russische Drohne verletzt Luftraum während Angriff auf Ukraine

Während eines russischen Angriffs auf die Ukraine ist eine Drohne in den rumänischen Luftraum eingedrungen. Das teilte das rumänische Verteidigunsgsministerium mit. 

Demnach griff Russland in der Nacht zum 17. April erneut zivile und infrastrukturelle Ziele in Grenznähe im Gebiet des Donaudeltas an. In der rumänischen Region Tulcea wurde Luftalarm ausgelöst.

Nach Angaben des Ministeriums verfolgten Luftabwehrsysteme zwei Ziele. Eines davon habe den rumänischen Luftraum verletzt. Der Radarkontakt sei rund 16 Kilometer südöstlich von Chilia Veche über unbewohntem Gebiet abgebrochen. Rumänische Streitkräfte wollen am Morgen eine Suchoperation in dem betroffenen Gebiet starten.

Das Verteidigungsministerium verurteilte den Vorfall scharf und sprach von einer Gefährdung der regionalen Sicherheit sowie einem „schwerwiegenden Verstoß gegen internationales Recht“. (Valeriia Semeniuk) 
Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Federica Matteoni

USA verlängern Hafenverbot für russische Schiffe um ein Jahr

Die USA haben die Beschränkungen für russische Schiffe in ihren Gewässern verlängert. Präsident Donald Trump setzte den bestehenden Ausnahmezustand um mindestens ein weiteres Jahr fort.

Wie aus einem im Federal Register veröffentlichten Dokument des White House hervorgeht, bleibt damit das Verbot für russische Schiffe bestehen, in US-Häfen anzulegen oder sich frei in amerikanischen Gewässern zu bewegen.

Die Maßnahme war erstmals im April 2022 unter dem damaligen Präsidenten Joe Biden eingeführt worden. Begründet wurde sie mit einer Gefährdung der nationalen Sicherheit durch Russland. (Valeriia Semeniuk )
Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Federica Matteoni

Angriff auf Odessa - Schäden an Wohnhäusern und Hafenanlagen

Bei einem russischen Drohnenangriff auf die ukrainische Region Odessa sind in der Nacht Hafen-, Verkehrs- und Wohnanlagen beschädigt worden. 

Der Gouverneur der Region, Oleh Kiper, teilt über den Kurznachrichtendienst Telegram mit, dass an mehreren Orten Brände ausgebrochen seien. Unter anderem seien Verwaltungsgebäude, Container und mindestens sechs Wohnhäuser getroffen worden. Verletzt wurde den Angaben zufolge niemand. (Reuters)
Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Federica Matteoni
Die ukrainische Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko
Die ukrainische Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko   Bild: dpa

Ukrainische Ministerpräsidentin nach US-Besuch zuversichtlich

Die ukrainische Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko zeigt sich nach Gesprächen mit der US-Regierung in Washington zuversichtlich über die weitere Unterstützung für ihr Land. 

US-Finanzminister Scott Bessent stehe an der Seite der Ukraine, sagt Swyrydenko der Nachrichtenagentur Reuters. Sie habe bei dem Treffen deutlich gemacht, dass die Sanktionen gegen Russland nicht abgeschwächt oder ausgesetzt werden dürften. (Reuters)
Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Federica Matteoni

Slowakei droht weiter mit Blockade von Russland-Sanktionen

Die Slowakei will das nächste EU-Sanktionspaket gegen Russland so lange blockieren, bis durch die Druschba-Pipeline wieder russisches Öl über die Ukraine in das Land fließt. Das sagte Außenminister Juraj Blanar am Donnerstag im slowakischen Parlament.

Die Nachrichtenagentur TASR zitierte den linksnationalen Politiker mit der Drohung: „Wenn die Druschba-Ölleitung nicht wieder in Betrieb geht und schon das 20. Sanktionspaket zur Abstimmung auf dem Tisch liegt, werden wir nicht zustimmen“. Zur Begründung erklärte er: „Wir haben keine anderen Instrumente, um zu erzwingen, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj gemeinsam mit der EU-Kommission die Druschba wieder freigibt.“

„Erdöl-Notstand“
Die slowakische Regierung hatte schon Mitte Februar einen „Erdöl-Notstand“ in dem EU- und Nato-Land ausgerufen, weil seit Ende Januar kein Erdöl mehr durch die Druschba-Pipeline über die Ukraine aus Russland fließt. 

Nach ukrainischer Darstellung ist die Druschba-Pipeline durch russische Drohnenangriffe beschädigt. Das bezweifelt der linksnationale slowakische Ministerpräsident Robert Fico jedoch ebenso wie der scheidende ungarische Regierungschef Viktor Orbán. Ebenso wie Budapest verlangt auch Bratislava bisher vergeblich eine unabhängige Inspektion der Pipeline

Der ukrainische Präsident hatte während deutsch-ukrainischen Regierungskonsultationen in Berlin eine Reparatur Pipeline bis Ende April zugesagt. Bis dahin werde die Leitung so weit instandgesetzt, dass sie wieder funktioniere, sagte Selenskyj am Dienstag.

Fico wirft der Ukraine mit Blick auf die Druschba-Pipeline seit langem „Erpressung“ vor, weil seine Regierung sich weigere, dem von Russland angegriffenen Nachbarland Waffen aus eigenen Armeebeständen zu liefern. 

Die Slowakei sei jedoch einer der wichtigsten Unterstützer der Ukraine mit „nicht-tödlichen“ Gütern wie Minenräumsystemen, Dieselgeneratoren oder Energielieferungen. Es sei daher unfair, dass die Ukraine die Energieversorgung der Slowakei gefährde, kritisierte Fico wiederholt. Seine Gegner werfen ihm jedoch eine „prorussische“ Politik vor. (dpa)
Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Christopher Stolz
Author Christopher Stolz

Russland greift Tschernihiw in der Nordukraine an

Das russische Militär hat in der Nacht die ukrainische Stadt Tschernihiw angegriffen und mehrere Viertel von der Stromversorgung abgeschnitten. Nach Angaben des regionalen Militärverwalters Dmitri Bryschinskyj wurden am frühen Morgen mehrere Objekte der Energieinfrastruktur getroffen und in Brand gesetzt. Vorerst gab es keine Berichte über mögliche Verletzte. Bryschinskyj machte in seiner Mitteilung auf Telegram keine Angaben, welche Waffen bei dem Angriff eingesetzt wurden.

Erst vor knapp zehn Tagen hatte das russische Militär die Energieversorgung von Tschernihiw schwer getroffen. Knapp 340.000 Kunden blieben damals vorübergehend ohne Strom. Russland greift die zivile Infrastruktur der Ukraine massiv an. Ziel dieser Angriffe, durch die es immer wieder Opfer gibt, ist es, die Zivilbevölkerung unter Druck zu setzen. (dpa)
Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Julia Weiss
Author Julia Weiss

Großbrand russischer Ölanlagen nach Drohnenangriff

Der ukrainische Drohnenangriff auf den russischen Schwarzmeerhafen Tuapse hat einen Großbrand der dortigen Ölanlagen verursacht. Rettungskräfte der Region Krasnodar berichteten am Nachmittag, dass Löscharbeiten im Gang seien, wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass meldete. Bis zum Abend fehlte die sonst übliche Meldung, dass der Brand eingedämmt oder gelöscht sei.

Fotos in sozialen Netzwerken zeigten eine kilometerhohe schwarze Rauchsäule über dem Hafen von Tuapse. Das Kommando der ukrainischen Armee-Spezialeinheiten teilte mit, es seien die Ölverladeanlagen wie Objekte der örtlichen Raffinerie beschädigt worden. Der Komplex gehört dem größten russischen Ölkonzern Rosneft. (dpa)

Bild: Planet Labs PBC/Handout via REUTERS
Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Maria Kotsev
Author Maria Kotsev

Russisches Gericht verurteilt für Ukraine kämpfenden Polen zu 13 Jahren Haft

Weil er auf der Seite der Ukraine gekämpft hat, ist ein polnischer Staatsbürger von einem von Russland eingesetzten Gericht in der Ukraine zu 13 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der 47-jährige Krzysztof Flaczek sei im November 2024 in der Nähe der Stadt Tschassiw Jar festgenommen worden, teilte der russische Generalstaatsanwalt am Donnerstag mit. Das Urteil wurde vom Obersten Gericht von Luhansk verhängt. Moskau hat die ostukrainische Region als annektiert erklärt. 

Es handelt sich um die jüngste Gefängnisstrafe, die gegen einen ausländischen Staatsbürger verhängt wurde, der im Kampf gefangengenommen und als „Söldner“ angeklagt wurde – und nicht als Kriegsgefangener, der unter dem Schutz der Genfer Konvention stehen würde.

Sowohl die Ukraine als auch Russland haben während des seit mehr als vier Jahren andauernden Krieges ausländische Kämpfer rekrutiert. Russland wird vorgeworfen, Hunderte Menschen, insbesondere aus Afrika, Asien und Zentralasien, zum Kämpfen gezwungen zu haben. Nordkorea entsandte tausend Soldaten, um die russischen Truppen zu verstärken. 

Die Ukraine rekrutierte vor allem ehemalige Soldaten aus dem Westen, die Kiew bei der Verteidigung unterstützen wollten. Außerdem kämpften hunderte Kolumbianer, Georgier und Angehörige anderer Nationalitäten für die Ukraine - teils aus ideologischen, teils aus finanziellen Gründen. (AFP)

Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Maria Kotsev
Author Maria Kotsev

EU fliegt seit Angriffskriegsbeginn mehr als 5000 Patienten zur Behandlung aus der Ukraine aus

Mehr als 5000 Patienten sind nach Angaben der EU-Kommission seit Beginn des russischen Angriffskriegs vor über vier Jahren aus der Ukraine zur Behandlung in europäische Krankenhäuser gebracht worden. Die Kommission habe im Rahmen des EU-Katastrophenschutzverfahrens „die sichere Verlegung von mehr 5000 Patientinnen und Patienten aus der Ukraine in Krankenhäuser in 22 Ländern in ganz Europa für spezialisierte medizinische Behandlungen ermöglicht“, hieß es am Donnerstag in einer Mitteilung in Brüssel. 

Zuletzt wurden demnach am Mittwoch Patienten nach Deutschland, Finnland, Norwegen und in die Niederlanden ausgeflogen.

Koordiniert werden die Evakuierungen über das Notfall-Koordinationszentrum der EU-Kommission in Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Betroffen sind Patientinnen und Patienten mit „schweren Verletzungen, chronischen Erkrankungen und komplexen Krankheitsbildern“, wie die Kommission weiter mitteilte. (AFP)

Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Maria Kotsev
Author Maria Kotsev

Ukrainisches Militär bestätigt Angriff auf russischen Hafen Tuapse

Das ukrainische Militär bestätigt einen Angriff auf den südrussischen Hafen Tuapse. Dort sei Infrastruktur getroffen worden, teilt der Kommandeur der Drohneneinheiten auf Telegram mit. Außerdem seien zwei Öllager auf der ukrainischen Halbinsel Krim getroffen worden, die bereits 2014 von Russland annektiert wurde. (Reuters)
Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink