See latest updates
Neuen Beitrag anzeigen
Neue Beiträge anzeigen
new updates
Dana Schuelbe
Author Dana Schuelbe

Polizistin bei Explosionen im Westen der Ukraine getötet 

Bei Explosionen in der westukrainischen Stadt Lwiw ist nach Angaben des örtlichen Bürgermeisters eine Polizistin getötet worden. Mindestens 15 Menschen seien verletzt worden, erklärte Bürgermeister Andrij Sadowyj am Sonntag im Onlinedienst Facebook. „Das ist definitiv ein Terroranschlag“, fuhr er fort.

Nach Angaben der örtlichen Staatsanwaltschaft ereigneten sich die Explosionen kurz nachdem die Polizei in der Nacht zu einem Einbruch in einem Geschäft im Stadtzentrum gerufen worden war. Die erste Explosion ereignete sich, als eine erste Streife eintraf. Kurz darauf kam es zu einer zweiten Explosion, als weitere Kräfte eintrafen.

Den Angaben zufolge handelt es sich bei der getöteten Polizistin um eine 23-Jährige. Ein Streifenwagen und ein Zivilfahrzeug seien beschädigt worden. (AFP)
Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Kein Beitrag vorhanden
Dana Schuelbe
Author Dana Schuelbe
Armeechef: Litauen prüft Kauf ukrainischer Langstreckenwaffen 
Litauen prüft angesichts der Einsatzbeschränkungen westlicher Waffensysteme einen Kauf ukrainischer Langstrecken-Waffentechnologie. „Einige Systeme, die wir bereits besitzen oder anschaffen werden, haben sogenannte ,Kill Switches', die die GPS-Verbindung unterbrechen oder stören können“, sagte Litauens Armeechef Raimundas Vaiksnoras der „Welt“. (AFP)
Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Christoph Zempel

Ungarn droht im Streit um Ölpipeline mit Blockade von Russland-Sanktionen

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban droht mit seinem Veto gegen ein neues EU-Sanktionspaket gegen Russland, falls Kiew nicht die Wiederaufnahme russischer Öllieferungen über eine durch die Ukraine verlaufende Pipeline ermöglicht. „Das 20. Sanktionspaket wird abgelehnt“, verkündete Orban am Sonntag im Onlinedienst X. „Solange die Ukrainer die Öllieferungen nach Ungarn nicht wiederaufnehmen, werden wir keinen für sie wichtigen Entscheidungen zustimmen“, schrieb Außenminister Peter Szijjarto bei Facebook.

Hintergrund ist, dass die Druschba-Pipeline nach Angaben der ukrainischen Behörden infolge einer Beschädigung während eines russischen Angriffs Ende Januar nahe der ukrainischen Stadt Brody stillgelegt wurde. Über den Südstrang der Pipeline wird üblicherweise russisches Öl über die Ukraine unter anderem in die Slowakei und nach Ungarn transportiert. (AFP)

Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Christoph Zempel

Dringender Friedensappell des Papstes für die Ukraine

Zum vierten Jahrestag des Beginns des russischen Angriffs auf die Ukraine hat Papst Leo XIV. am Sonntag ein sofortiges Ende des Krieges gefordert. Beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz formulierte er einen Friedensappell und rief: „Wie viele Opfer, wie viele zerstörte Leben und Familien! Wie viel Zerstörung, wie viel Leid!“

Der Krieg ziehe eine Spur des Todes, der Zerstörung und der Schmerzen hinter sich, die Generationen prägen werde. Deshalb könne der Frieden „nicht weiter aufgeschoben werden“, nötig seien „verantwortliche Entscheidungen“, so der Papst vor Zehntausenden Pilgern auf dem Petersplatz. „Die Waffen sollen schweigen, die Bombardierungen aufhören!“

Um zum Frieden zu gelangen, müsse „ohne Verzögerung“ ein Waffenstillstand angestrebt werden. Ferner sei eine „Stärkung des Dialogs“ nötig, um einen Weg zum Frieden zu finden. Die Christen in aller Welt rief der Papst abschließend zum Gebet auf „für das gequälte ukrainische Volk und für alle, die unter diesem Krieg leiden“. (KNA)

Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Christoph Zempel

Flugbeschränkungen an vier Moskauer Flughäfen wegen Drohnenangriffs

An vier Moskauer Flughäfen wird der Flugverkehr aus Sicherheitsgründen eingeschränkt. Dies teilte die russische Luftfahrtbehörde Rosawijazija mit. Hintergrund ist ein Drohnenangriff auf die Hauptstadt. Der Nachrichtenagentur Interfax zufolge sind mindestens sieben Drohnen im Anflug auf Moskau abgeschossen worden. Die Agentur beruft sich auf Bürgermeister Sergej Sobjanin. (Reuters)
Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Christoph Zempel

Gouverneure: Ukrainische Angriffe auf russisch kontrollierte Regionen

Ein ukrainischer Angriff auf die Energieinfrastruktur im russisch besetzten Teil der Region Saporischschja führt nach russischen Angaben zu einem Stromausfall. Es sei der zweite Stromausfall am Sonntagmorgen, teilt der von Russland eingesetzte Gouverneur Jewgeni Balizki mit. Zwischenzeitlich sei die Versorgung für etwa die Hälfte der Region wiederhergestellt worden. 

Im ebenfalls russisch kontrollierten Luhansk geriet nach Angaben des dortigen Vertreters Russlands, Leonid Pasetschnik, ein Treibstofflager nach einem ukrainischen Drohnenangriff in Brand. Das Verteidigungsministerium in Moskau teilt mit, die Luftabwehr habe in der Nacht 86 ukrainische Drohnen über russischen Regionen und der Halbinsel Krim zerstört. Die Ukraine wehrt sich gegen Russlands Angriffskrieg. (Reuters)
Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Christoph Zempel

Selenskyj: Toter und Verletzte nach russischen Angriffen

Bei neuen russischen Drohnen- und Raketenangriffen sind in der Ukraine nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj mindestens ein Mensch getötet und acht weitere verletzt worden. Unter den Verletzten sei auch ein Kind, teilte Selenskyj bei Telegram mit. „Das Hauptziel des Angriffs war die Energieversorgung, auch normale Wohngebäude wurden beschädigt, und es gab Schäden an der Eisenbahn“, sagte Selenskyj. Bei dem Toten im Kiewer Gebiet handelte es sich Behörden zufolge um einen 49 Jahren alten Mann.

Russland habe mit fast 300 Drohnen und 50 Raketen und Marschflugkörpern angegriffen, teilte Selenskyj weiter mit. Neben Kiew seien auch die Gebiete Dnipropetrowsk, Kirowohrad, Mykolajiw, Odessa, Poltawa und Sumy betroffen. „Moskau investiert weiterhin mehr in Angriffe als in Diplomatie“, sagte Selenskyj mit Blick auf die Verhandlungen der Kriegsparteien, bei denen bisher kein Frieden in Sicht ist. 

Allein in dieser Woche habe Russland über 1.300 Kampfdrohnen, mehr als 1.400 Gleitbomben und 96 Raketen und Marschflugkörper eingesetzt. „Deshalb müssen wir unsere Luftverteidigung stärken“, sagte der Präsident weiter. Die Ukraine brauche Abwehrsysteme, die auf ballistische Raketen reagieren. „Jedes solche Paket schützt kritische Infrastruktur und erhält die Normalität des Lebens“, sagte er. (dpa)

Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Dana Schuelbe
Author Dana Schuelbe

Kiew: Angriff auf Oreo-Fabrik zielt auf US-Interessen  

Russland hat laut ukrainischen Angaben eine Oreo-Keksfabrik in der Ostukraine mit einer Rakete angegriffen. Es habe keine Toten gegeben, jedoch sei ein Produktionsgebäude beschädigt worden, schreibt Außenminister Andrij Sybiha auf der Plattform X. „Wenn russische Raketen solche Orte treffen, zielen sie nicht nur auf die Ukraine. Sie richten sich gegen amerikanische Geschäftsinteressen in Europa.“ 

Die Anlage in Trostjanez gehört dem US-Konzern Mondelez und war bereits 2022 schwer beschädigt worden. Eine Stellungnahme von Mondelez und dem Kreml liegt zunächst nicht vor. (Reuters)
Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Dana Schuelbe
Author Dana Schuelbe

Heftige Explosionen in Kiew nach Warnung vor ballistischen Raketen 

Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist von heftigen Explosionen erschüttert worden. Das berichteten Journalisten der Nachrichtenagentur AFP am Sonntagmorgen. Die Militärverwaltung der Stadt löste kurz vor den Explosionen wegen der Gefahr eines feindlichen Einsatzes ballistischer Waffen Luftalarm aus.

Die örtlichen Behörden erklärten, die Luftabwehr sei gegen Drohnen aktiv, die über der Region Kiew entdeckt worden seien. Angaben über Opfer gab es zunächst nicht. (AFP)
Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Christopher Stolz
Author Christopher Stolz

Öl-Streit: Ukraine wirft Ungarn und Slowakei Erpressung vor

Die Ukraine hat den EU-Mitgliedern Ungarn und Slowakei im Streit um Energielieferungen Provokation und Erpressung vorgeworfen. Kiews Außenminister Andrij Sybiha bezeichnete Drohungen aus Budapest und Bratislava, der Ukraine nach den russischen Angriffen auf die Energieinfrastruktur nun die Stromlieferungen abzustellen, als unverantwortlich. „Das bedroht die Energiesicherheit der gesamten Region“, teilte Sybiha auf der Plattform X mit. Kiew erwäge deshalb, den im Assoziierungsabkommen mit der EU vereinbarten Frühwarnmechanismus in Kraft zu setzen.

Ungarn und die Slowakei haben der Ukraine mit einem Stromlieferstopp gedroht, weil sie kein russisches Öl mehr durch die „Druschba“-Leitung des benachbarten Transitlandes erhalten. Außenminister Sybiha sagte, dass die Regierungen in Budapest und Bratislava ihre Beschwerden an den Kreml richten sollten – und nicht an Kiew.

Die „Druschba“-Pipeline sei durch die russischen Angriffe beschädigt, die Reparaturarbeiten seien trotz der Gefahr von Raketenangriffen im Gange, hieß es in einer Mitteilung des ukrainischen Ministeriums. Kiew kritisierte, dass Bratislava und Budapest den Ukrainern ausgerechnet während der extremen Kälteperiode Strom, Heizung und Gas vorenthalten wollten. 

„Damit spielen die Regierungen Ungarns und der Slowakei nicht nur dem Aggressor in die Hände, sondern schaden auch ihren eigenen Energieunternehmen, die Energie auf kommerzieller Basis liefern“, hieß es. „Die Ukraine hat auch alternative Wege zur Lösung der Frage der Versorgung dieser Länder mit nicht-russischem Öl vorgeschlagen“, teilte das Ministerium weiter mit. (dpa)
Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Christopher Stolz
Author Christopher Stolz

Selenskyj: Attentate auf bekannte Ukrainer vereitelt

Kiews Sicherheitsdienste haben nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj mehrere Attentate auf prominente Ukrainer verhindert. „Es ist gelungen, russische Söldner unschädlich zu machen, die Anschläge auf unsere Bürger planten“, sagte Selenskyj in seiner in Kiew verbreiteten abendlichen Videobotschaft. „Es handelt sich um ziemlich bekannte Namen, und dass solche Verbrechen verhindert werden konnten, ist ein bedeutendes Ergebnis“, sagte er vor dem vierten Jahrestag des Beginns des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine.

Die Russen hätten Anschläge gegen ukrainische Militärs, Geheimdienstmitarbeiter und ukrainische Medienvertreter vorbereitet, führte Selenskyj aus. Details nannte er nicht. Er dankte den Behörden für den Schutz der Bürger. An diesem Dienstag (24. Februar) geht der russische Angriffskrieg in sein fünftes Jahr. (dpa)
Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Christopher Stolz
Author Christopher Stolz

Streit um Energie: Slowakei erhöht Druck auf Ukraine

Nach Ungarn erhöht nun auch die Slowakei den Druck auf die Ukraine, russische Öllieferungen über die Druschba-Pipeline wieder zu ermöglichen. Wenn der Öltransit an die Slowakei am Montag nicht wieder aufgenommen werde, werde er den staatlichen Netzbetreiber SEPS auffordern, die Notstromlieferungen an die Ukraine einzustellen, sagte Regierungschef Robert Fico laut Regierungsmitteilung, wie die Nachrichtenagentur CTK meldete.

Über die Druschba-Pipeline wird Öl aus Russland über die Ukraine nach Ungarn und in die Slowakei geliefert. Sie ist nach ukrainischen Angaben durch russische Bombardierungen seit Ende Januar unterbrochen. Ungarn und die Slowakei beschuldigen die ukrainische Führung, die Wiederaufnahme der Lieferungen absichtlich zu verhindern. 

Die Ölversorgung beider Länder ist weitestgehend von der Pipeline abhängig. Aus ukrainischer Sicht trägt der Kauf von Gas und Öl aus Russland durch die zwei EU-Länder zur Finanzierung des russischen Angriffskriegs bei. (dpa)
Der Tagesspiegel
Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Kati Krause

Russischer Geheimdienst stuft Telegram als Gefahr ein

Moskaus Inlandsgeheimdienst FSB hat die von Millionen Menschen in Russland genutzte Online-Plattform Telegram als Sicherheitsrisiko eingestuft. Das russische Militär habe durch die Nutzung des Messengers an der Front im Kampf gegen die ukrainischen Truppen wiederholt das Leben von Soldaten gefährdet, teilte der FSB in Moskau mit.

Demnach gebe es „zuverlässige Informationen darüber, dass die Streitkräfte und Geheimdienste der Ukraine in der Lage sind, innerhalb kürzester Zeit Informationen aus dem Messengerdienst Telegram abzurufen und für militärische Zwecke zu nutzen“, hieß es in der Mitteilung.

Die Vorwürfe des FSB schüren in Russland einmal mehr Befürchtungen, dass das extrem beliebte soziale Netzwerk in dem Land bald abgeschaltet werden könnte. Für viele Russen ist Telegram der wichtigste Weg für den ungehinderten Zugang zu Informationen.

Der russische Machtapparat hat den nationalen Messengerdienst Max entwickelt, der Telegram, WhatsApp und andere Netzwerke ersetzen soll. Die App steht als Überwachungsinstrument in der Kritik, durch das Menschen nicht nur kontrolliert, sondern auch mit zensierten Inhalten und mit Propaganda gefüttert werden.

Die russische Telekommunikationsaufsichtsbehörde Roskomnadsor hatte zuletzt Telegram gedrosselt. Die Behörde wirft dem Messengerdienst vor, sich nicht an russische Gesetze zu halten. So würden etwa auch verbotene Inhalte nicht gelöscht. Und Telegram tue zu wenig gegen Betrüger, die den Messenger für kriminelle Zwecke missbrauchten, hieß es.

Digitalminister Maksut Schadajew hatte in dieser Woche erklärt, dass Telegram im Kriegsgebiet nur noch vorläufig genutzt werden solle, bis Max den Dienst ersetzen könne. Russische Militärblogger, aber auch ranghohe Politiker in Grenzgebieten zur Ukraine hatten die Verlangsamung von Telegram kritisiert und auf die Wichtigkeit des Messengers für die Menschen hingewiesen. (dpa)
Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Kati Krause

Hinweise auf ukrainischen Angriff auf Zentrum der russischen Rüstungsindustrie 

Bei einem ukrainischen Luftangriff auf die für ihre Rüstungsbetriebe bekannte russische Republik Udmurtien sind nach Behördenangaben mindestens elf Menschen verletzt worden. Drei Menschen seien ins Krankenhaus gebracht worden, teilte in der Hauptstadt Ischwesk der regionale Gesundheitsminister der Republik, Sergej Bagin, bei Telegram mit.

Laut nicht überprüfbaren Berichten in sozialen Netzwerken wurde ein für die Herstellung von Raketen der Typen Iskander und Oreschnik wichtiger Rüstungsbetrieb in der Stadt Wotkinsk rund 50 Kilometer nordöstlich von Ischewsk getroffen. Bewohner in der Region westlich des Uralgebirges veröffentlichten auch Aufnahmen in sozialen Netzwerken von einem Brand und Schäden. Demnach soll eine Fabrik zur Herstellung von Raketentriebwerken Ziel gewesen sein. Eine amtliche Bestätigung dafür gab es nicht.

Zuvor hatte der Chef der Republik Udmurtien, Alexander Bretschalow, berichtet, dass ein Objekt mit Drohnen angegriffen worden sei. Er sprach von Schäden und Verletzten. Details nannte er nicht – auch nicht den genauen Ort. In der Hauptstadt Ischewsk gab es wegen Luftalarms auf dem Flughafen zeitweilig keine Starts und Landungen.

Laut Medien in Kiew sollen nicht Drohnen, sondern ein Marschflugkörper des Typs Flamingo für den Angriff eingesetzt worden sein. Dafür gab es ebenfalls keine offizielle Bestätigung. Hingewiesen wurde aber in Kommentaren auch darauf, dass das Ziel 1500 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt liege – und der Angriff ein weiterer Beweis dafür sei, dass Kiew die Fähigkeiten habe für folgenreiche Gegenschläge tief im russischen Hinterland. (dpa)
Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Kati Krause

Ungarn droht mit Blockade von riesigem Ukraine-Darlehen

Trotz der bereits gefundenen EU-Einigung droht Ungarn überraschend, ein milliardenschweres Darlehen an die Ukraine nicht freizugeben. „Wir blockieren das 90-Milliarden-Euro-Darlehen der EU für die Ukraine, bis der Öltransit nach Ungarn über die Druschba-Pipeline wieder aufgenommen wird“, schrieb der ungarische Außenminister Péter Szijjártó auf X. 

Die Druschba-Pipeline ist nach ukrainischen Angaben durch russische Bombardierungen seit Ende Januar unterbrochen. Ungarn und auch die Slowakei beschuldigen die ukrainische Führung, die Wiederaufnahme der Lieferungen absichtlich zu verhindern. Die Ölversorgung beider Länder ist weitestgehend von der Pipeline abhängig. Aus ukrainischer Sicht trägt der Kauf von Gas und Öl aus Russland durch die Slowakei und Ungarn zur Finanzierung des russischen Angriffskriegs bei.

Ungarns Außenminister warf der Ukraine Erpressung vor. Das Land arbeite mit der ungarischen Opposition und Brüssel zusammen, um die Kraftstoffpreise vor den Wahlen in die Höhe zu treiben. Erstmals seit 16 Jahren läuft Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán Gefahr, die Parlamentswahl in seinem Land zu verlieren.

Eigentlich gab es in der EU bereits eine Einigung darauf, der Ukraine über zwei Jahre bis zu 90 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen. Das hatten zunächst die Staats- und Regierungschef im Dezember beschlossen, und dem stimmte vergangene Woche auch das Europäische Parlament zu. Damit die ersten Gelder ausgezahlt werden können, muss nun nur noch der Rat der Mitgliedstaaten zustimmen. Dies galt als Formalie. 

Die dafür notwendige Abstimmung ist nun aber zunächst verschoben. Ein Sprecher der EU-Kommission verwies auf die einstimmige Entscheidung beim EU-Gipfel und teilte auf dpa-Anfrage mit: „Wir erwarten, dass alle Mitgliedstaaten diese politische Vereinbarung im Hinblick auf die endgültige Annahme des Darlehens einhalten.“ 

Das Geld soll den dringendsten Finanzbedarf der Ukraine bis Ende 2027 decken und dem Land eine Fortsetzung seines Abwehrkampfes gegen Russland ermöglichen. 60 Milliarden sind demnach für die Verteidigung vorgesehen. (dpa)
Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Christoph Zempel

Selenskyj plädiert bei Waffenruhe für Einsatz europäischer Truppen nahe Frontlinie

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat für den Fall einer Waffenruhe mit Russland für die Stationierung europäischer Truppen nahe der Frontlinie plädiert. „Natürlich möchten die Ukrainer, dass unsere Partner mit uns an der Frontlinie zusammenstehen“, sagte Selenskyj am Freitag in einem Interview der Nachrichtenagentur AFP. Er räumte zugleich ein, dass „natürlich niemand an der ersten Linie stehen möchte.“ (AFP)
Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Christoph Zempel

Selenskyj: Auch die USA verlangen von Ukraine Aufgabe des gesamten Donbass

Nicht nur Russland, sondern auch die USA verlangen nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj von der Ukraine die Aufgabe der gesamten Donbass-Region. „Sowohl die Amerikaner als auch die Russen sagen: Wenn Ihr wollt, dass der Krieg morgen endet, dann geht aus dem Donbass raus“, sagte Selenskyj am Freitag in einem Interview der Nachrichtenagentur AFP. Moskau beansprucht den gesamten Donbass für sich, obwohl die russische Armee die Region in der Ostukraine nur teilweise unter ihre Kontrolle gebracht hat. (AFP)
Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Saskia Kabelitz

Ukraine-Botschafter: Noch über 100 deutsche Firmen machen Geschäfte mit Russland

Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Oleksii Makeiev, hat scharf kritisiert, dass noch immer deutsche Firmen in Russland aktiv sind. Es gebe noch genug Unternehmen, die in Russland Geschäfte machen, sagte Makeiev im Deutschlandfunk-„Interview der Woche“. Diese würden dort weiterhin Geld verdienen und mit Steuern auf die Einnahmen die russische Armee finanzieren. Der Botschafter sprach von „über 100 deutschen Firmen“.

„Business ist etwas, was leider immer noch mit diesem verbrecherischen Russland für möglich gehalten wird in Europa“, sagte Makeiev. Er rief dazu auf, die Wirtschaftsbeziehungen mit Russland zu kappen und die dort noch aktiven europäischen Firmen dazu zu bringen, dass sie Russland verlassen.

Der Botschafter forderte auch, dass die russischen Vermögen nicht nur eingefroren, „sondern weggenommen werden“. Zudem benötige die Ukraine „weitreichende Waffensysteme“. Russland müsse spüren, „dass es politisch, wirtschaftlich und militärisch keinen Sinn macht, den Krieg weiterzuführen“. Makeiev betonte: „Dann haben wir eine Chance.“ (AFP)
Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Saskia Kabelitz

Kiew: Von Moskau angestiftetes Komplott zur Ermordung ukrainischer Politiker vereitelt

Die Strafverfolgungsbehörden in der Ukraine und in Moldau haben nach Angaben aus Kiew ein angebliches Komplott zur Ermordung hochrangiger ukrainischer Politiker vereitelt. Ein gemeinsames Ermittlungsteam beider Länder habe die von Moskau angestifteten Attentatspläne aufgedeckt, teilte der ukrainische Generalstaatsanwalt Ruslan Krawtschenko am Freitag mit. Nach seinen Angaben wurden im Zuge der Ermittlungen sieben Verdächtige in der Ukraine und drei weitere Verdächtige in Moldau festgenommen.

Die Festgenommenen gehörten einer „organisierten Gruppe“ an, die „Auftragsmorde an wohlbekannten ukrainischen Bürgern und Ausländern“ vorbereitet habe, erklärte Krawtschenko. Eine der Zielscheiben des Komplotts sei Andryj Jusow gewesen, der im Kommunikationsbereich für das ukrainische Militär arbeitet und Gefangenenaustausche zwischen der Ukraine und Russland koordiniert hat. Gegen wen sich die angeblichen Attentatspläne sonst noch gerichtet haben sollen, konkretisierte der Generalstaatsanwalt nicht.

Moskau habe den Tätern bis zu 100.000 Dollar (85.000 Euro) pro Mord angeboten, teilte Krawtschenko mit. „Die Summe hing von der Bekanntheit und dem Einfluss des potenziellen Opfers ab.“ Im Zuge der Ermittlungen seien in der Ukraine 20 Razzien ausgeführt und Waffen, Sprengstoff sowie Informationen aus der Kommunikation mit den russischen Drahtziehern beschlagnahmt worden.

Die Behörden in Moldau bestätigten Ermittlungen zu einem Komplott, das die „physische Liquidierung mehrerer öffentlicher Figuren in der Ukraine“ zum Ziel gehabt habe. Aus Moskau lag zunächst keine Stellungnahme zu den Anschuldigungen aus der Ukraine und Moldau vor. (AFP)
Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Saskia Kabelitz
Kanzler Friedrich Merz (CDU) beim CDU-Parteitag in Stuttgart.
Kanzler Friedrich Merz (CDU) beim CDU-Parteitag in Stuttgart.   Bild: THOMAS KIENZLE / AFP

Merz: „Stehen an der Seite des ukrainischen Volkes ohne Wenn und Aber“

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat beim CDU-Parteitag seinen unumstößlichen Willen zur Unterstützung der Ukraine im Krieg gegen Russland bekräftigt. „Wir stehen an der Seite des ukrainischen Volkes ohne Wenn und Aber“, sagte Merz am Freitag in Stuttgart. „Wir werden uns niemals damit abfinden, wie ein verbrecherisches russisches Regime systematisch Krieg führt gegen die Zivilbevölkerung dieses Landes, gegen alte Menschen, gegen Frauen und gegen Kinder.“

Russland verbinde den seit vier Jahren währenden Angriff gegen die Ukraine mit „einer geradezu unerträglichen Nazipropaganda gegen das ukrainische Volk – ein Volk, das unter der deutschen und der russischen Gewaltherrschaft so gelitten hat wie kaum ein Zweites auf der Welt“, sagte Merz. Dies werde „jederzeit auf unseren entschiedenen Widerspruch stoßen“.

Für Deutschland und Europa sei der russische Angriffskrieg auch „ein Prüfstein für unsere Werte, für unsere Entschlossenheit“, sagte Merz. Die Geschichte lehre dabei eines: „Beschwichtigung schafft keinen Frieden. Sie ermutigt den Aggressor erst.“ Wer heute „einem naiven Pazifismus“ folge, „der befördert die Kriege von Morgen“. (AFP)
Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink