See latest updates
Neuen Beitrag anzeigen
Neue Beiträge anzeigen
new updates
Maria Kotsev
Author Maria Kotsev

Ermittler untersuchen Absturz von Militärflieger auf Krim

Nach dem Absturz eines russischen Militärflugzeugs auf der von Moskau annektierten ukrainischen Schwarzmeer-Halbinsel Krim haben die Behörden die Ermittlungen aufgenommen. An Bord seien 7 Besatzungsmitglieder und 23 Passagiere gewesen, teilte das Ermittlungskomitee in Moskau mit. 

Zuvor hatte das Verteidigungsministerium von 29 Toten gesprochen, 6 Crew-Mitglieder und 23 Passagiere. Der Absturz habe eine technische Ursache, eine äußere Einwirkung wurde demnach nicht festgestellt, hieß es.

Die Maschine stürzte laut Ermittlungskomitee in einem bergigen Waldgebiet in der Nähe des Dorfs Kuibyschewo im Bezirk Bachtschissarai ab - unweit der Krim-Hauptstadt Simferopol. 

Ermittelt werde in dem Strafverfahren wegen Verstößen gegen die Sicherheitsvorschriften beim Flugbetrieb oder bei der Vorbereitung des Flugs. Im Einsatz seien Militärermittler und Kriminaltechniker, um die Ursachen des Absturzes zu klären.

Zuvor hatte das Verteidigungsministerium mitgeteilt, dass es am Dienstagabend gegen 18.00 Uhr Moskauer Zeit die Verbindung zu dem Flugzeug vom Typ An-26 verloren habe. 

Das russische Militär nutzt die Krim für Angriffe auf die Ukraine, gegen die Moskau seit mehr als vier Jahren Krieg führt. Die Turboprop-Maschinen der Marke Antonow werden vom Militär auch als Transportflugzeuge eingesetzt. (dpa)

Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Kein Beitrag vorhanden
Federica Matteoni

Ukraine fängt fast 90 Prozent der Luftangriffe ab – Ausbau der Luftabwehr geplant

Die ukrainische Luftverteidigung hat im März 2026 nach eigenen Angaben 5935 Luftziele abgefangen. Das entspricht 89,9 Prozent aller von Russland eingesetzten Drohnen und Raketen. Das teilte das ukrainische Verteidigungsministerium mit.

„Hinter diesen Zahlen steht die Einführung neuer sowie die Weiterentwicklung bewährter Systeme zur Luftverteidigung“, erklärte das Ministerium. Ziel sei es, künftig mindestens 95 Prozent aller Raketen und Drohnen abzufangen.
Zur weiteren Stärkung der Luftabwehr setzt die Ukraine auch auf den privaten Sektor

Zuvor hatte Digitalminister Mychajlo Fedorow eine Initiative angekündigt, bei der 13 Unternehmen in das Luftverteidigungssystem eingebunden werden sollen.

Diese Firmen sollen eigene spezialisierte Einheiten aufstellen, die sich an der Abwehr russischer Drohnen beteiligen. Eine der beteiligten Gruppen habe bereits mehrere Ziele in der Region Charkiw abgeschossen, darunter Drohnen vom Typ Shahed. (Valeriia Semeniuk)
Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Federica Matteoni

EU erhöht Reformdruck auf Kiew

In einem Brief vom 30. März nennt Erweiterungskommissarin Marta Kos elf Reformschritte, die die Ukraine 2025 nicht fristgerecht umgesetzt hat. Erst wenn diese Reformen nachgeholt werden, würden rund vier Milliarden Euro freigegeben.

Für die finanziell angeschlagene Ukraine ist das heikel. Das Geld ist deutlich kleiner als das von Viktor Orbán blockierte EU-Kreditpaket über 90 Milliarden Euro – käme für Kiew aber zur richtigen Zeit.

Dem Brief zufolge sind Reformen in den Bereichen Justiz, im Staatsdienst, Bahnsektor und bei der Strommarkt noch offen. EU-Vertreter machten zuletzt deutlich: Bleiben die Reformen liegen, verzögert sich auch die Auszahlung weiterer Hilfen.
Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Federica Matteoni

EU-Außenbeauftragte für gemeinsames Vorgehen gegen Schattenflotte

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas plädiert dafür, für ein Ende des Ukraine-Kriegs den wirtschaftlichen Druck auf Russland noch einmal deutlich zu erhöhen. „Wir müssen mit der Schattenflotte etwas tun, denn das ist ein Instrument, das Russland nutzt, um Öl herauszuholen aus Russland und zu verteilen“, sagte Kallas den ARD-„Tagesthemen“. Auf diese Weise bekomme Russland Einkünfte, um den Krieg zu finanzieren. 

„Hier müssen wir kreativ sein, wir müssen mit unseren Partnern zusammensitzen, mit ihnen sprechen, denn wenn das Vereinigte Königreich, die USA, Europa, die G7-Partner die gleichen Sanktionen erlassen, dann haben wir großen Effekt“, sagte sie. Jetzt liege der Schwerpunkt darauf, mehr Druck auf Russland auszuüben, so dass Moskau diesen Krieg beende. Sie betonte, der russischen Volkswirtschaft gehe es nicht gut. 

Mit der russischen Schattenflotte sind Tanker und Frachtschiffe gemeint, die Russland zum Vermeiden von Sanktionen etwa beim Öltransport einsetzt. Die EU warnt schon länger davor, dass Schiffe der Schattenflotte auch als Plattform für den Start von Drohnen für Stör- oder Spionageangriffe genutzt werden können. (dpa)
Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Federica Matteoni
Drohnenangriffe treffen Russlands Ölexporte
Angriffe auf die Häfen Primorsk und Ust-Luga im Baltikum haben Moskaus Öleinnahmen innerhalb einer Woche um mehr als eine Milliarde Dollar gedrückt. Brände in Lagertanks zwangen Russland, die Rohölverladung weitgehend auszusetzen – die Exportmengen sanken auf ein Drittel des Vorwochenniveaus, den niedrigsten Stand seit Beginn der Invasion 2022. Nur 22 statt 37 Tanker verließen russische Häfen.

Auf Vier-Wochen-Sicht liegen die Einnahmen mit 1,79 Milliarden Dollar pro Woche dennoch auf dem höchsten Stand seit Mai 2024. "Bloomberg" führt dies auf gestiegene Ölpreise im Zuge der Spannungen im Nahen Osten zurück. (Valeriia Semeniuk)
Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Federica Matteoni

Tempo russischer Offensive halbiert sich

Der Vormarsch russischer Truppen in der Ukraine hat sich seit Jahresbeginn deutlich verlangsamt. Das geht aus einer aktuellen Analyse des ISW hervor.

Demnach rückten russische Einheiten in den ersten drei Monaten des Jahres 2026 im Schnitt nur noch um 5,5 Quadratkilometer pro Tag vor. Im gleichen Zeitraum 2025 lag das Tempo noch bei rund 11 Quadratkilometern täglich – damit hat sich die Geschwindigkeit etwa halbiert.

Als Hauptgründe nennen die Analysten ukrainische Gegenangriffe sowie verstärkte Schläge gegen russische Ziele im rückwärtigen Raum. Diese hätten die russischen Offensivfähigkeiten geschwächt und Moskau gezwungen, Kräfte zwischen Angriff und Verteidigung aufzuteilen. (Valeriia Semeniuk)
Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Maria Kotsev
Author Maria Kotsev
Das Werkt Werk Nizhnekamskneftekhim steht in Flammen.
Das Werkt Werk Nizhnekamskneftekhim steht in Flammen.   Bild: SOCIAL MEDIA/via REUTERS THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY. MANDATORY CREDIT. NO RESALES. NO ARCHIVES. VERIFICATION

Drei Tote bei Explosion in russischer Chemiefabrik

Bei einem Großbrand in einer Petrochemie-Anlage in der russischen Region Tatarstan kommen mindestens drei Menschen ums Leben, darunter ein Feuerwehrmann. 68 Menschen werden verletzt, teilt der Betreiber Sibur mit. Im Werk Nizhnekamskneftekhim explodiert nach einem Druckverlust ein Gasgemisch in einer Anlage für synthetischen Kautschuk. Das Feuer ist unter Kontrolle, eine Ausbreitung droht nicht. Die Produktion werde um sechs Prozent reduziert, sagt Sibur-Chef Mikhail Karasalow. In umliegenden Wohnblocks sind Fenster zerstört worden. (Reuters)
Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Christoph Zempel

Selenskyj kündigt Videogespräch mit US-Vertretern an

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat ein Videogespräch mit US-Vertretern angekündigt. Es sei für den morgigen Mittwoch geplant und die US-Seite habe darum gebeten, hatte er vor einem Treffen mit EU-Außenministern in Kiew gesagt. Dabei sein sollen demnach Selenskyj selbst und der Sekretär des nationalen Sicherheitsrats, Rustem Umjerow, sowie der US-Sondergesandte Steve Witkoff, US-Präsident Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und der US-Senator Lindsey Graham. Es werde darum gehen „wo wir stehen“ und wie nah ein dreiseitiges Treffen sei, sagte Selenskyj.

Die Ukraine sei bereit, einen Waffenstillstand zu vereinbaren, dort wo sie stehe, sagte das ukrainische Staatsoberhaupt. Das sei eine starke Kompromisssituation, um zu einer diplomatischen Lösung zu gelangen. Russland habe den USA neue Fristen für die Erreichung seiner Ziele an der Front genannt, führte Selenskyj aus. Russland wolle, dass die Ukraine sich in zwei Monaten aus dem Donbass zurückziehe, dann ende der Krieg, sagte Selenskyj. Andernfalls, sage Russland, es werde den Donbass einnehmen und dann werde es andere Bedingungen geben. „Wenn ihr Ziel nur der Donbass ist, warum sagen sie dann, dass sie weiter vorrücken werden und es dann andere Bedingungen geben wird?“, sagte Selenskyj.

Selenskyj warf Moskau vor, Druck auf die USA vor den dortigen Zwischenwahlen auszuüben. Zuletzt verhandelten Moskau und Kiew unter US-Vermittlung direkt miteinander über eine Beendigung des seit mehr als vier Jahren andauernden russischen Angriffskriegs. Der Iran-Krieg verzögerte jedoch eine neue Runde in dem Format. (dpa)

Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Christoph Zempel

Selenskyj: Ungarn blockiert EU-Hilfspaket „um Russland zu gefallen“

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat dem ungarischen Regierungschef Viktor Orban vorgeworfen, einen von der EU beschlossenen Hilfskredit in Höhe von 90 Milliarden Euro für die Ukraine zu blockieren, „um Russland zu gefallen“. Selenskyj erhob den Vorwurf am Dienstag in Kiew bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas. Selenskyj warf Orban vor, durch seine Blockadehaltung dringend nötige Reparaturarbeiten an von Russland beschädigten Infrastruktureinrichtungen in seinem Land zu verzögern. 

Diese Arbeiten hätten Selenskyj zufolge mit fünf der 90 Milliarden Euro aus EU-Mitteln finanziert werden sollen. Die Baumaßnahmen, die im März beginnen sollten, seien bereits verschoben worden. „Und das alles nur, weil eine Person in Europa sich gegen ganz Europa stellt, nur um Moskau zu gefallen“, sagte der ukrainische Präsident weiter.

Ungarns Regierungschef Orban widersetzt sich einem bereits im Dezember von der EU beschlossenen Hilfskredit für die Ukraine in Höhe von 90 Milliarden Euro. Hintergrund ist ein Streit zwischen Budapest und Kiew um die Druschba-Ölpipeline, durch die russisches Öl über die Ukraine nach Ungarn und in die Slowakei fließt. Orban verlangt die Öffnung der Pipeline, die laut Kiew im Januar bei einem russischen Angriff beschädigt worden war. 

Kiew ist dringend auf die EU-Mittel angewiesen. 60 der 90 Milliarden sollen laut Kiew in die Armee investiert werden, um deren Kampftüchtigkeit in den Jahren 2026 und 2027 zu gewährleisten. (AFP)

Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Christoph Zempel

Wadephul und Kallas übergeben Hilfslieferungen an Ukraine

Deutschland und die Europäische Union unterstützen die durch den russischen Angriffskrieg angeschlagene ukrainische Eisenbahn mit Material im Wert von rund zwei Millionen Euro. Außenminister Johann Wadephul (CDU) und EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas übergaben das Material zur Unterstützung der ukrainischen Eisenbahn zum Abschluss ihres Solidaritätsbesuches in der ukrainischen Hauptstadt Kiew. 

Zuvor hatte sich Wadephul von Mitarbeitern der ukrainischen Staatsbahn einen bei einem russischen Angriff zerstörten und ausgebrannten Eisenbahnwaggon zeigen lassen. Bei dem Drohnenangriff starben nach Angaben von ukrainischer Seite am 27. Januar in der Region Charkiw sechs Menschen. 

Kallas übergab für die EU 10 von insgesamt 32 Generatoren. Das Paket im Wert von 1,4 Millionen Euro umfasst zudem Baumaschinen und Lastwagen. Deutschland stellt der Ukraine bilateral 18 Fahrzeuge im Wert von rund 600.000 Euro zur Verfügung. Wadephul übergab symbolisch mehrere Pickups und Minibusse. Der Außenminister hatte am Nachmittag auch den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow zu Gesprächen getroffen. (dpa)

Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Christoph Zempel

Menschenrechtler kritisieren Internetblockaden in Russland

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hat Internetblockaden und Vorgehen gegen Proteste in Russland kritisiert. „Russlands Internetabschaltungen und das harte Vorgehen gegen Demonstranten sind eklatante Verstöße gegen Russlands Verpflichtung, die Meinungs-, Informations- und Versammlungsfreiheit zu achten“, sagte Hugh Williamson, Direktor der Abteilung Europa und Zentralasien bei HRW, einer Mitteilung zufolge.

In Russland wird seit vergangenem Jahr immer wieder das mobile Internet abgeschaltet. Offiziell werden die Sperren mit Sicherheitsbelangen begründet, um vor ukrainischen Angriffen mit Drohnen oder Raketen zu schützen. Behörden untersagten nach Protestaufrufen zuletzt reihenweise Demonstrationen. Moskau baut Kontrolle und Zensur im Netz immer weiter aus – vor allem seit Beginn seines Angriffskriegs gegen die Ukraine. Zahlreiche Dienste und Websites sind blockiert und können in Russland nur über Tunneldienste wie virtuelle private Netzwerke (VPN) aufgerufen werden. (dpa)

Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Christoph Zempel

Abgehörtes Telefonat: Ungarns Außenminister versprach Lawrow Gefälligkeiten

Wenige Tage vor der Parlamentswahl in Ungarn sorgt ein abgehörtes Telefonat zwischen Außenminister Peter Szijjarto und seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow über EU-Sanktionen für Aufsehen. Das in Warschau ansässige Nachrichtenportal Vsquare.org veröffentlichte am Dienstag den Mitschnitt eines Gesprächs vom August 2024. Darin soll Szijjarto Lawrow zugesagt haben, sich gemeinsam mit der Slowakei für die Streichung der Schwester eines russischen Geschäftsmanns von der EU-Sanktionsliste einzusetzen. „Wir werden unser Bestes tun, um sie von der Liste zu bekommen“, sagt Szijjarto in der englischsprachigen Aufnahme. Die Nachrichtenagentur Reuters konnte die Echtheit nicht überprüfen.

„Es ist ein riesiger Skandal (...), dass ausländische Geheimdienste meine Telefonate kontinuierlich abgehört haben und dass diese ausländischen Geheimdienste diese Telefonate nun eineinhalb Wochen vor den ungarischen Parlamentswahlen veröffentlicht haben“, erklärte Szijjarto auf seiner Facebook-Seite. Die russische Regierung äußerte sich zunächst nicht zu den Berichten.

Das investigative Medium Vsquare berichtete zudem über ein weiteres Telefonat, allerdings ohne einen Mitschnitt zu veröffentlichen, in dem Szijjarto dem russischen Vize-Energieminister Pawel Sorokin versprochen haben soll, auf die Aufhebung von EU-Sanktionen gegen die russische Schattenflotte von Öltankern hinzuarbeiten.

Die Veröffentlichung erfolgt kurz vor der Wahl am 12. April, bei der Ministerpräsident Viktor Orban ohnehin im Hintertreffen steht. In unabhängigen Umfragen führt die Oppositionspartei Tisza deutlich. Orban pflegt trotz Russlands Krieg gegen die Ukraine enge Beziehungen zu Präsident Wladimir Putin, und Ungarn ist weiterhin stark von russischem Öl und Gas abhängig. (Reuters)

Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Christopher Stolz
Author Christopher Stolz

Explosion in russischer Chemiefabrik – durch einen Drohnenangriff?

Eine starke Explosion hat ein russisches Chemiewerk in der Teilrepublik Tatarstan erschüttert. Nach Angaben des Unternehmens in Nischnekamsk wurden zwei Menschen getötet, es habe mehr als 70 Verletzte gegeben. Als Ursache wurde technisches Versagen angegeben. Allerdings war der Betrieb des Flughafens kurz vorher laut Mitteilung der Aufsichtsbehörde Rosawiazija eingeschränkt worden. Dies bedeutet meist, dass ukrainische Drohnen in der Luft geortet werden. 

Die Explosion löste einen Brand aus, aus dem eine schwarze Rauchsäule weithin sichtbar über der Stadt mit 240.000 Einwohnern aufstieg. Durch die Druckwelle barsten Fenster an mehreren Wohnhäusern, wie Bürgermeister Radmir Beljajew der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge sagte. Nicht authentifizierte Videos in sozialen Netzwerken zeigten Abwehrversuche der russischen Flugabwehr in der Region.

Nischnekamsk liegt in Luftlinie mehr als 1200 Kilometer von der Ukraine entfernt und ist ein Zentrum der russischen Öl- und Chemieindustrie. In der Teilrepublik Tatarstan hat Moskau auch eine Drohnenproduktion aufgebaut. Die Ukraine versucht in ihrem Abwehrkampf gegen Russland, militärische und industrielle Ziele beim Gegner mit Langstreckendrohnen auszuschalten. (dpa)
Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Federica Matteoni

Oster-Waffenruhe? - Kreml fordert von Selenskyj konkreten Vorschlag

Russland hat den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zur Konkretisierung seines Vorschlags einer Waffenruhe über Ostern aufgefordert und zugleich Bedenken gezeigt. Eine klare Formulierung der Initiative habe Moskau bisher nicht gesehen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow russischen Nachrichtenagenturen zufolge. Er machte deutlich, dass Russland vielmehr eine grundsätzliche Lösung des Konflikts anstrebe.
Selenskyj sollte die Verantwortung übernehmen und eine entsprechende Entscheidung treffen, damit wir zu einem Frieden kommen – und nicht zu einem Waffenstillstand“, sagte Peskow. „Es ist klar, dass das Kiewer Regime dringend einen Waffenstillstand braucht, irgendeine Waffenruhe, denn die Dynamik an den Fronten, die übrigens nicht nur von unseren, sondern auch von ausländischen Experten beobachtet wird, zeigt, dass die russischen Truppen – mal schneller, mal langsamer -, aber entlang der gesamten Frontlinie vorrücken“, sagte Peskow. 

Bei zeitweiligen Waffenruhen in der Vergangenheit hatten sich die Kriegsparteien immer wieder Verstöße vorgeworfen. Außerdem werfen sich beide Seiten vor, solche Phasen für die Neuaufstellung von Truppen und Wiederaufrüstung zu nutzen. (dpa)
Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Federica Matteoni

 Estland: Trümmerteile von Drohne entdeckt

Auf einem Feld Südosten Estlands sind Trümmerteile einer Drohne gefunden worden. Nach Angaben der Polizei haben Sicherheitskräfte den Fundort abgesperrt und untersuchen die Gegenstände. Von estnischen Medien veröffentlichte Bilder zeigen einen Propeller und kleine Einzelteile, die in einem Feld liegen.

Auch Hinweise auf mögliche Funde von Drohnentrümmern an anderen Orten würden überprüft, teilte die Polizei des an Russland grenzenden Ostseestaats mit, der zur EU und zur Nato gehört. 

Die Ukraine hatte in der Nacht zum Dienstag zum wiederholten Mal den russischen Öl- und Gashafen Ust-Luga an der Ostsee bei St. Petersburg angegriffen. Nach Angaben des estnischen Militärs drangen mehrere Drohnen auch in den Luftraum des baltischen Landes ein. Die Flugobjekte seien von Radarsystemen und von in Estland stationierten Nato-Kampfjets gesichtet worden. 

Ein Militärsprecher sagte auf einer Pressekonferenz, dass sich weniger als zehn ausländische Drohnen im estnischen Luftraum befunden hätten, die aus südlicher und östlicher Richtung gekommen seien. Keines der Flugobjekte sei auf estnischem Gebiet abgeschossen worden. (dpa)
Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Federica Matteoni

Kallas will neue Russland-Sanktionen mit den USA

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat beim Ukraine-Besuch zum Gedenken an die Opfer des Massakers von Butscha an die USA appelliert, neue Sanktionen gegen Russland in Betracht zu ziehen. „Wir wären deutlich stärker, wenn wir geschlossen auftreten und gemeinsam Druck auf Russland ausüben würden“, sagte sie bei der Reise mit EU-Außenministern zum vierten Jahrestag der Befreiung von Butscha. Man dürfe nicht zulassen, dass die Ukraine angesichts des Iran-Kriegs in den Hintergrund gerate, sagte Kallas.

In der Kleinstadt Butscha nordwestlich von Kiew hatte die ukrainische Armee im März 2022 Hunderte Zivilisten tot gefunden, die laut Ermittlern von russischen Soldaten ermordet worden waren. Dies sei ein Beleg dafür, was unter russischer Besatzung geschehe, sagte Kallas am Rande einer Gedenkfeier in Butscha. 

Kallas: Es geht nicht nur um Gebiet, es geht um Menschen
„Wer sagt, man solle einfach Territorium abtreten, verkennt, dass es nicht nur um Land geht, sondern um Menschen“, sagte sie mit Blick auf US-Forderungen, die Ukraine solle in Friedensverhandlungen bei Gebietsfragen Kompromisse eingehen. In besetzten Gebieten werde getötet, gefoltert, und die Kultur der Menschen werde unterdrückt. 

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha sagte in Butscha, ein wirksamer Verhandlungsprozess über ein Kriegsende sei ohne europäische Beteiligung unvorstellbar. „Wir gehören mit Europa zusammen und koordinieren immer gemeinsam unsere Position mit Europa. Die Ukraine ist ein Teil Europas.“

Wadephul: Symbol für russische Kriegsverbrechen
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) nannte Butscha ein Symbol für viele russische Kriegsverbrechen. „Wohin auch immer Putins Russland geht, dahin kommen Mord und Barbarei“, sagte er. „Butscha steht aber auch für die Kraft der ukrainischen Armee zur Rückeroberung großer Landesteile, für die Widerstandsfähigkeit und den Mut der Ukrainerinnen und Ukrainer.“ Moskau bestreitet ungeachtet einer Vielzahl von Beweisen bis heute, dass russische Soldaten die Zivilisten ermordet haben. (dpa)
Führende EU-Diplomaten besuchen Butscha am vierten Jahrestag der Befreiung der Stadt
Führende EU-Diplomaten besuchen Butscha am vierten Jahrestag der Befreiung der Stadt   Bild: Reuters
Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Federica Matteoni
Staatsagenturen Nordkoreas und Russlands gehen gegen „Desinformation“ vor
Die staatlichen Nachrichtenagenturen Nordkoreas und Russlands wollen gemeinsam gegen „Desinformation“ feindlicher Länder vorgehen. Wie die  Koreanische Zentrale Nachrichtenagentur (KCNA) und  die russische Tass am Dienstag berichteten, unterzeichneten Delegationen der beiden Staatsmedien bei einem Treffen in Pjöngjang eine neue Kooperationsvereinbarung, die laut Tass „gemeinsame Maßnahmen zur Bekämpfung von Desinformation sowohl auf bilateraler als auch auf multilateraler Ebene“ umfasst.

Bereits am Sonntag hatte KCNA ein Abkommen zum „Austausch von Nachrichtenartikeln“ und zur „Zusammenarbeit“ vermeldet, zunächst aber keine Einzelheiten genannt. 

Westliche Länder beschuldigen Russland seit langem, sowohl in Onlinediensten als auch in traditionellen Medien Falschinformationen zu verbreiten. In der Rangliste der Pressefreiheit der Organisation Reporter ohne Grenzen, die 180 Länder umfasst, liegt Nordkorea auf Platz 179 und Russland auf Platz 171.

Die engen Verbündeten Russland und Nordkorea hatten ihre Beziehungen zuletzt weiter verstärkt. Pjöngjang ist einer der wichtigsten Unterstützer Moskaus bei dessen Angriffskrieg gegen die Ukraine und hat Russland tausende Soldaten und Waffen bereitgestellt. Russland unterstützt das international isolierte Nordkorea wiederum mit Finanzhilfen, Militärtechnologie, Nahrungsmitteln und Energie. (AFP)
Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Federica Matteoni
Drohnen verhindern Gefangennahme: Ukrainische Soldaten in letzter Minute gerettet
Ukrainische Streitkräfte haben mithilfe von Drohnen die Gefangennahme zweier Soldaten vereitelt und sie während einer taktischen Operation befreit. Das teilte der 225. unabhängige Sturmregiment am 31. März mit.

Ort und Zeitpunkt der Aktion wurden aus Sicherheitsgründen nicht bekannt gegeben. Nach Angaben des Militärs griffen FPV-Drohnen einen bewaffneten russischen Soldaten an, der die gefangenen Ukrainer eskortierte. Als er das herannahende Geräusch der Drohne bemerkte, geriet er in Panik und verlor die Kontrolle über die Situation, wodurch den ukrainischen Soldaten die Flucht gelang. (Yulia Valova)
Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Pia Schulz

Bericht: USA sieht „Frieden“ im Ukraine-Krieg nur durch ukrainischen Rückzug aus dem Donbas


Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat erklärt, dass das Team von Donald Trump ein Ende des Krieges anstrebe, dabei jedoch einen Rückzug ukrainischer Truppen aus dem Donbas vorsiehe. Das sagte er am 30. März in einem Interview mit Axios und warnte vor erheblichen Risiken für die Sicherheit seines Landes.

Selenskyj zufolge sehe man in Washington offenbar keinen anderen Weg, Russland zu stoppen, als die Ukraine zu territorialen Zugeständnissen zu drängen. Er betonte, dass die Ukraine nicht der Aggressor sei und nicht mit eigenem Territorium für ein Kriegsende „bezahlen“ dürfe. Die möglichen sicherheitspolitischen Folgen eines solchen Schrittes würden dabei kaum berücksichtigt.

Der ukrainische Staatschef unterstrich zudem, dass die Position Kyjiws unverändert bleibe: Die Ukraine werde weder die Regionen Donezk noch Luhansk an Russland abtreten. Ein Rückzug würde aus seiner Sicht keinen dauerhaften Frieden bringen, sondern lediglich neue Forderungen des Kremls begünstigen. (Yulia Valova)

Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink
Pia Schulz

Kommunikation und Logistik durch Drohnenangriffe beeinträchtigt

Ukrainische Drohnenangriffe beeinträchtigen zunehmend die Fähigkeit der russischen Armee, Kampfhandlungen effektiv zu führen. Das geht aus einem Bericht des Institute for the Study of War (ISW) vom 30. März hervor.

Demnach räumen russische pro-militärische Blogger ein, dass die Angriffe die Logistik über Dutzende Kilometer hinter der Frontlinie stören. Zudem haben russische Truppen erhebliche Probleme mit der Kommunikation – sowohl aufgrund eines Mangels an elektronischer Kampfführung als auch wegen Einschränkungen beim Zugang zu satellitengestützten Diensten.

Ein Z-Blogger erklärte, dass russische Kräfte weder in der Lage seien, die ukrainischen Verteidigungslinien zu durchbrechen, noch ihre Positionen langfristig zu halten, wenn sie sich ausschließlich auf ihre personelle Überlegenheit stützen. (Yulia Valova)
Share
Share on Facebook Share on LinkedIn Share on WhatsApp Share on Telegram Share on Twitter Share via Email |
Permalink