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Federica Matteoni

Selenskyj nach Telefonat zwischen Trump und Putin: Ukraine will "längere Waffenruhe"

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bittet die USA um Aufklärung über den Moskauer Vorschlag einer Waffenruhe zum russischen Tag des Sieges am 9. Mai. „Wir werden klären, worum es genau geht - um ein paar Stunden Sicherheit für eine Parade in Moskau oder um mehr“, schrieb Selenskyj in sozialen Netzwerken.

Kremlchef Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump hatten am Vorabend bei einem Telefonat über eine begrenzte Waffenruhe gesprochen. Selenskyj wies sein Team an, sich mit den Amerikanern in Verbindung zu setzen. „Unser Vorschlag ist ein langfristiger Waffenstillstand, verlässliche und garantierte Sicherheit für die Menschen und ein dauerhafter Frieden“, erklärte er.

Am 9. Mai wird in Russland und anderen früheren Sowjetrepubliken an den Sieg über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg erinnert. In Westeuropa und seit 2023 auch in der Ukraine findet das Gedenken bereits am 8. Mai statt. 

Moskau hatte am Mittwoch angekündigt, dass wegen möglicher ukrainischer Angriffe auf die Parade in diesem Jahr kein schweres militärisches Gerät aufgefahren werden soll. Normalerweise demonstriert Russland bei dem Aufmarsch seine militärische Stärke. (dpa, AFP)
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Federica Matteoni
Dmitri Medwedew (2. v.r), stellvertretender Vorsitzender des russischen Sicherheitsrates und Chef der Partei
Dmitri Medwedew (2. v.r), stellvertretender Vorsitzender des russischen Sicherheitsrates und Chef der Partei "Einiges Russland", während eines Besuchs auf einem Truppenübungsplatz.   Bild: dpa

Medwedew nennt Zahl neuer russischer Frontsoldaten

Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben des früheren Präsidenten Dmitri Medwedew in den ersten vier Monaten 127.000 weitere Vertragssoldaten für den Krieg in der Ukraine rekrutiert. „Weitere 10.000 haben einen Vertrag über den Dienst in Freiwilligenbataillonen geschlossen“, sagte der als Vizechef des nationalen Sicherheitsrats immer noch einflussreiche Medwedew bei einem Bildungsforum in Moskau. Im Gesamtjahr 2025 waren es seinen Angaben zufolge 450.000 Kämpfer.

Laut Medwedew ist der Patriotismus der Russen die Quelle für den anhaltenden Zufluss von Soldaten für den Krieg in der Ukraine. Dabei zahlen einzelne Regionen in Russland inzwischen Rekordprämien, um weitere Männer für den Krieg zu gewinnen.

Die Rekrutierungszahlen sind ein wichtiges Indiz für Russlands Potenzial, den Krieg weiter führen zu können. Bislang gingen Experten von etwa 30.000 neuen russischen Soldaten pro Monat aus. Medwedews Angaben entsprechen etwas mehr als 34.000 Mann unter Waffen. (dpa)
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Federica Matteoni
Ukraine beschleunigt F-16-Training
Die Ukraine hat mobile Simulatoren für F-16-Kampfjets erhalten. Damit sollen Piloten schneller ausgebildet und auf Einsätze vorbereitet werden, teilte Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow mit.

Die Jets seien bereits im Einsatz, zugleich fehlt es an ausreichend ausgebildeten Piloten. Die Simulatoren ermöglichen Training unter realistischen Gefechtsbedingungen, ohne Flugzeuge zu binden.

Ein zentraler Vorteil sei die Mobilität: Die Anlagen können verlegt werden und sind damit weniger anfällig für Angriffe als feste Trainingsstandorte. Unterstützt wurde das Projekt nach ukrainischen Angaben von Partnern aus den Niederlanden, Tschechien und Österreich. (Yulia Valova)
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Federica Matteoni

Beschaffung von Munition verzögert sich

Der ukrainische Rüstungshersteller Ukrajinska Bronetechnika wirft der staatlichen Beschaffungsagentur Verzögerungen bei der Bestellung von 155-Millimeter-Artilleriemunition vor. Bislang sei kein einziger Vertrag über die Lieferung weitreichender Munition abgeschlossen worden, obwohl die Beschaffung bereits zu Jahresbeginn geplant gewesen sei.

Ohne staatliche Aufträge könne die Produktion nicht starten, erklärte das Unternehmen. Damit gelange auch keine zusätzliche Munition an die Front. Die Beschaffungsagentur teilte mit, das Verfahren laufe noch, bestätigte aber keine abgeschlossenen Verträge.

Der Streit trifft die ukrainische Armee in einer angespannten Lage. Soldaten berichten von stark eingeschränktem Artillerieeinsatz. Laut Generalstab geht rund 40 Prozent der Gefechtswirkung gegen russische Kräfte auf Artillerie zurück. Ohne schnelle Vertragsabschlüsse könnte der Munitionsmangel im Sommer spürbarer werden. (Yulia Valova)

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Federica Matteoni
Angriffe bei Perm: Infrastruktur der Raffinerie „Lukoil-Permnefteorgsintez“ getroffen
Drohnen des Spezialoperationszentrums „Alfa“ des Sicherheitsdienst der Ukraine haben den zweiten Tag in Folge Objekte der russischen Öl-Infrastruktur in der Region Perm angegriffen. Nach vorliegenden Informationen wurde die Raffinerie „Lukoil-Permnefteorgsintez“ getroffen, die mehr als 1500 Kilometer von der Ukraine entfernt liegt.

Die Anlage gehört zu den größten Raffinerien Russlands mit einer Kapazität von rund 13 Millionen Tonnen pro Jahr und versorgt sowohl den zivilen Sektor als auch das Militär mit Treibstoff. Berichten zufolge wurde die zentrale Destillationseinheit AVT-4 beschädigt – ein Schlüsselmodul der Primärverarbeitung. Infolge des Angriffs kam es zu Bränden an Vakuum- und Atmosphärenkolonnen, was die Anlage außer Betrieb setzen könnte. (Yulia Valova) 
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Federica Matteoni

Estlands Regierung beschließt neue Regeln zu Drohnenabwehr

Estland will seiner Armee, der Polizei und Unternehmen mit kritischer Infrastruktur erweiterte Rechte zur Abwehr von Drohnen einräumen. Die Regierung des an Russland grenzenden EU- und Nato-Landes beschloss in Tallinn einen entsprechenden Gesetzesentwurf, der noch vom Parlament verabschiedet werden muss. 

Damit sollen Gesetzeslücken geschlossen und den Behörden ausreichende Befugnisse zur Früherkennung und wirksamen Neutralisierung von Drohnenbedrohungen erteilt werden.

Das Gesetz sieht die Schaffung eines mehrstufigen Drohnenabwehrsystems und einer sogenannten Drohnenpolizei vor. Die Polizei- und Grenzschutzbehörde soll demnach die Aufgabe und die Mittel erhalten, um gefährliche unbemannte Flugobjekte - einschließlich Militärdrohnen - in ganz Estland neutralisieren zu können. Sollte sie die Bedrohung nicht selbst oder nicht schnell genug abwehren können, soll die Armee eingreifen dürfen. Diese ist in Friedenszeiten bislang nur dazu ermächtigt, auf Bedrohungen durch Militärdrohnen und Drohnen zu reagieren, die von außerhalb Estlands gestartet wurden. 

Wiederholte Drohnen-Vorfälle 
Die Ukraine hatte in ihrem Abwehrkampf gegen Russland in den vergangenen Wochen wiederholt russische Ölexporthäfen am Finnischen Meerbusen und andere Ziele im Nordwesten Russlands nahe der Grenze zu Estland attackiert. Bei den Angriffen sind mehrmals fehlgeleitete ukrainische Drohnen auch auf estnisches Gebiet geraten - mehrere davon stürzten ab. Dabei wurde ein Kraftwerk getroffen. Verletzte oder größere direkte Schäden gab es nicht. 

In der vergangenen Woche wurden aber an Stränden an Estlands Nordküste Verschmutzungen durch angespültes Schweröl festgestellt, das nach Einschätzung der estnischen Umweltbehörde aus der angegriffenen russischen Region Ust-Luga stammt. Auch mehrere Trümmerteile wurden gefunden. (dpa)
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Federica Matteoni

Russische Getreide-Fracht nach Protest Kiews in Israel abgewiesen

Nach scharfen Protesten aus der Ukraine soll eine russische Lieferung von Getreide aus besetzten ukrainischen Gebieten nach Medienberichten nicht in Israel entladen werden. Die Ladung des russischen Schiffs „Panormitis“ werde im israelischen Hafen von Haifa nicht angenommen, berichteten israelische Medien. 

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor mit Sanktionen gegen alle Beteiligten an dem Handel gedroht. Nach Selenskyjs Angaben hatte in diesem Jahr zum zweiten Mal ein Frachter Getreide aus den besetzten ukrainischen Gebieten in Richtung Israel transportiert. Am Montag bestellte das ukrainische Außenministerium in Kiew deshalb den israelischen Botschafter Michael Brodsky ein. Israels Außenminister Gideon Saar hatte gefordert, Kiew solle Beweise für seine Vorwürfe vorlegen.

Das israelische Nachrichtenportal „ynet“ berichtete, der Verband der Getreideimporteure in Israel habe mitgeteilt, dass das Getreideimportunternehmen Zenziper gezwungen sei, ein russisches Frachtschiff abzuweisen, dessen Stopp Kiew von Israel gefordert hatte. Grund sei der Verdacht, dass es ukrainisches Getreide transportiere, das aus besetzten Gebieten geplündert worden sein soll. Dem Verband zufolge „wird der russische Lieferant der Weizenladung einen anderen Zielhafen finden müssen, um die Fracht zu entladen“. 

Russland kontrolliert seit der Annexion der Halbinsel Krim 2014 und dem Einmarsch von 2022 etwa ein Fünftel des ukrainischen Staatsgebietes. Der Südosten der Ukraine ist nicht für Bergbau und Industrie wichtig, sondern wegen seiner Schwarzerdeböden auch für die Landwirtschaft. Die Ukraine betrachtet den Handel mit Gütern aus den besetzten Gebieten als illegal. (dpa)
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Federica Matteoni

Russische Drohnen treffen Wohnhäuser in Odessa

Durch Einschläge russischer Drohnen sind in der ukrainischen Hafenstadt Odessa Behördenangabe zufolge mindestens 18 Menschen verletzt worden. In einem Hochhaus und einem fünfgeschossigen Wohnblock seien Brände ausgebrochen, teilte Bürgermeister Serhij Lyssak auf Telegram mit. 

Die Stadt am Schwarzen Meer war schon in der Nacht zuvor attackiert worden. Dabei war ein Krankenhaus beschädigt worden. Odessa ist schwer gegen Luftangriffe zu verteidigen, weil Drohnen und Raketen über das offene Meer anfliegen.

Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe setzte die russische Armee in der Nacht 207 Kampfdrohnen verschiedener Typen sowie eine ballistische Rakete Iskander-M ein. 172 Drohnen seien ausgeschaltet worden. Aber es habe Einschläge an 22 Orten in der Ukraine gegeben.

Ukrainische Drohnen greifen wieder Perm an
Ukrainische Gegenangriffe trafen in der zweiten Nacht in Folge eine Anlage der russischen Ölindustrie bei der Stadt Perm im Ural. Außerdem wurde eine Sprengstofffabrik in der Stadt Dserschinsk attackiert, wie der russische Telegramkanal Astra berichtete. 

Russland überzieht das Nachbarland seit mehr als vier Jahren mit einem verheerenden Krieg. Die Ukraine verteidigt sich mit westlicher Hilfe. Mit ihren Drohnenangriffen auf das russische Hinterland versucht sie die Ölindustrie des Gegners zu treffen. (dpa)
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Jean Mikhail

Kiew: USA steuern Millionen zu Tschernobyl-Reparatur bei

Die USA wollen nach Angaben aus Kiew 100 Millionen Dollar zur Reparatur der Sicherheitshülle über dem Unglücksreaktor des vor rund 40 Jahren havarierten Atomkraftwerks Tschernobyl beitragen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schrieb in sozialen Medien von einem wichtigen Schritt der Unterstützung seitens der USA und dankte dem Land.

Mehr als 500 Millionen Euro seien nötig für die Reparatur, nachdem im vergangenen Jahr eine russische Drohne den Stahlbogen über dem Unglücksreaktor beschädigt hatte, führte Selenskyj aus. Die Ukraine arbeite mit ihren Partnern daran, das zu erreichen. Jeder Beitrag bringe dieses Ziel näher. (dpa)
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Christoph Zempel

Weltkriegsgedenken am 9. Mai: Putin bietet Ukraine Feuerpause an

Kreml-Chef Wladimir Putin hat der Ukraine eine Feuerpause während der Feierlichkeiten zum Sieg über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg am 9. Mai angeboten. Wie der Kreml-Berater Juri Uschakow am Mittwoch in Moskau sagte, erklärte Putin sich in einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump bereit, „für die Dauer der Feierlichkeiten zum Tag des Sieges eine Waffenruhe anzuordnen“. Trump habe den Vorschlag „aktiv unterstützt“ und darauf hingewiesen, „dass dieser Feiertag unseren gemeinsamen Sieg markiert“.

Am 9. Mai wird in Russland und anderen früheren Sowjetrepubliken an den Sieg über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg erinnert. In Westeuropa und seit 2023 auch in der Ukraine findet das Gedenken bereits am 8. Mai statt. (AFP)

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Christoph Zempel

London weist russischen Diplomaten aus - Reaktion auf Schritt Moskaus

Als Reaktion auf die Ausweisung eines britischen Diplomaten aus Russland verweist Großbritannien nun einen russischen Diplomaten des Landes. „Wir verurteilen die ungerechtfertigte Entscheidung Russlands vom vergangenen Monat, einen weiteren britischen Diplomaten auszuweisen, sowie die darauffolgende böswillige öffentliche Verleumdungskampagne aufs Schärfste“, hieß es in einer Erklärung des britischen Außenministeriums am Mittwoch. Das Verhalten Russlands sei „völlig inakzeptabel“.

„Wir haben deshalb den russischen Botschafter einbestellt, um ihm mitzuteilen, dass wir Gegenmaßnahmen ergreifen und die Akkreditierung eines russischen Diplomaten widerrufen“, hieß es aus dem Ministerium weiter. Wann genau der Botschafter Andrei Kelin einbestellt wurde, wurde nicht mitgeteilt. 

Moskau und London haben in den vergangenen Jahrzehnten wegen gegenseitiger Spionagevorwürfe mehrfach Botschaftspersonal der jeweils anderen Seite ausgewiesen. Auf eine Ausweisung einer Seite folgte in der Regel eine Gegenreaktion. Seit Beginn des Ukraine-Krieges im Februar 2022 haben sich die bereits angespannten Beziehungen weiter verschlechtert. (AFP)

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Christoph Zempel

Gouverneur: Drei Tote bei ukrainischem Drohnenangriff auf Bus in Russland

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf einen Bus in der russischen Region Belgorod sind nach offiziellen Angaben drei Menschen getötet worden. Acht weitere Personen seien in einem Dorf nahe der Stadt Schebekino verletzt worden, teilt Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow mit. (Reuters)
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Christoph Zempel

USA geben 100 Mio Dollar für Reparatur der Tschernobyl-Schutzhülle

Die USA beteiligen sich mit 100 Millionen Dollar an der Reparatur der beschädigten Schutzhülle um die Atomruine Tschernobyl. Die Finanzierung der Instandsetzung sei kürzlich auf einer Konferenz mit internationalen Partnern besprochen worden, teilte der ukrainische Energieminister Denys Schmyhal am Mittwoch auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Die Kosten dürften sich insgesamt auf schätzungsweise 500 Millionen Euro belaufen.

Eine Drohne hatte die Stahl- und Betonkonstruktion über dem zerstörten Reaktor im Februar vergangenen Jahres getroffen. Die Regierung in Kiew machte Russland verantwortlich, was in Moskau zurückgewiesen wurde. Bei dem Angriff wurde nach ukrainischen Angaben die hermetische Abdichtung der Hülle beschädigt. Zwar sei keine Strahlung ausgetreten, die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) erklärte jedoch nach einer Inspektion, dass die Konstruktion ihre wesentlichen Sicherheitsfunktionen nicht mehr vollständig erfüllen könne.

Die 2019 fertiggestellte Schutzhülle soll den Austritt von Radioaktivität aus dem Reaktorblock vier verhindern, in dem sich am 26. April 1986 die bislang schwerste zivile Atomkatastrophe der Geschichte ereignete. Seit Beginn der russischen Invasion im Jahr 2022 ist das Gelände mehrfach von Kampfhandlungen betroffen gewesen. Unter anderem besetzten russische Truppen das Gebiet kurzzeitig. Wiederholt wurde die Stromversorgung der Anlage gekappt. (Reuters)

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Christoph Zempel

Moskau: Selenskyj provoziert Atomkrieg, EU erstes Opfer

Das russische Außenministerium hat dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj das Heraufbeschwören eines Atomkriegs vorgeworfen und Europa mit den Konsequenzen gedroht. Die Ukraine beschieße das Atomkraftwerk Saporischschja, und Selenskyj fordere neben dem Nato-Status auch noch Atomwaffen für seine Sicherheit, sagte Russlands Außenamtssprecherin Maria Sacharowa. „Er provoziert mit solchen Äußerungen weiterhin einen atomaren Konflikt.“ Westeuropa laufe Gefahr, erstes Opfer der Folgen dieser „atomaren Erpressung“ zu werden, sagte sie.

Die Europäer müssten den ukrainischen Staatschef aufhalten, statt weiter die Kriegsanstrengungen Kiews zu finanzieren, forderte Sacharowa. „Selenskyj will keinen Frieden, das ist offensichtlich“, sagte sie. Selenskyj hatte zuletzt mehrfach Russland zu neuen Verhandlungen über einen Waffenstillstand und einen anschließenden Frieden aufgerufen. Der Kreml lehnt eine Feuerpause ohne Vorbedingungen wie die Übergabe weiterer ukrainischer Territorien ab.

Moskau: Merz' Äußerungen sind bedeutungslos 

Sacharowa nahm auch zu Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz Stellung, wonach die Ukraine für einen Frieden womöglich Gebiete an Russland abtreten müsse. Weder Deutschland noch die EU seien am Verhandlungsprozess beteiligt. „Alle Äußerungen ihrer Führung zu dem Thema sind für uns bedeutungslos“, so Sacharowa. Es mache keinen Sinn, auf Aussagen europäischer Politiker zu reagieren, solange der Kontinent weiterhin die Ukraine finanziere. (dpa)

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Christoph Zempel

„Spiegel“: Boris Ruge wird neuer deutscher Botschafter in Kiew

Der Diplomat Boris Ruge soll einem Medienbericht zufolge neuer deutscher Botschafter in der Ukraine werden. Wie das Magazin „Spiegel“ berichtete, sollte die Personalie bei der Kabinettssitzung am Mittwoch bestätigt werden, was als Formsache galt. Der 64-Jährige ist demnach derzeit Beigeordneter Generalsekretär der Nato für Politische Angelegenheiten und Sicherheitspolitik. In dieser Funktion im internationalen Stab der Allianz sei Ruge auch für Partnerschaften mit Ländern wie der Ukraine verantwortlich. 

Zudem zählen die mögliche Erweiterung des Bündnisses, die Nato-Russlandpolitik sowie Rüstungskontrolle und Abrüstung zu seinen Tätigkeitsbereichen. Davor war Ruge laut „Spiegel“ unter anderem stellvertretender Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz, Gesandter an der Botschaft in Washington sowie Botschafter in Riad. Derzeit ist Heiko Thoms Deutschlands Botschafter in der Ukraine. Er hat das Amt seit 2025 inne. 

Ruge ist dem Bericht zufolge in seiner Funktion bei der Nato im internationalen Stab der Allianz verantwortlich für politische Angelegenheiten, einschließlich Partnerschaften mit Ländern wie der Ukraine, die mögliche Erweiterung des Bündnisses, die Russlandpolitik sowie Rüstungskontrolle, Abrüstung und Nichtverbreitung. Ruge war demnach 1989 in den Auswärtigen Dienst eingetreten. Während des Kosovo-Einsatzes habe er im Nato-Hauptquartier gearbeitet und sei Berater zweier aufeinanderfolgender Kommandeure der Nato-Truppen im Kosovo gewesen. (AFP)

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Federica Matteoni

Ukraine greift Öl-Anlage tief in Russland an - Selenskyj kündigt mehr Reichweite an

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben mit Drohnen eine russische Ölpumpstation in der Nähe der Stadt Perm angegriffen. Bei der nächtlichen Attacke rund 1500 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt sei ein Großbrand ausgebrochen, teilte der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU am Mittwoch über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Vorläufigen Informationen zufolge stünden fast alle Öltanks der Anlage in Flammen, hieß es.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj veröffentlichte auf der Plattform X ein Video, das eine große Rauchwolke zeigt. Er sprach von einer neuen Phase beim Einsatz ukrainischer Waffen, um die russische Fähigkeit zur Kriegsführung einzuschränken. Die Ukraine werde die Reichweite ihrer Angriffe in Russland weiter erhöhen, kündigte Selenskyj an. Jeder Treffer verringere die Leistungsfähigkeit der russischen Militärindustrie sowie der Logistik und beeinträchtige die Ölexporte.

Die Regierung in Kiew hat ihre Angriffe auf russisches Gebiet in den vergangenen Wochen verstärkt. Erst am Dienstag hatte ein ukrainischer Drohnenangriff ein Großfeuer in einer russischen Ölraffinerie in der Hafenstadt Tuapse am Schwarzen Meer ausgelöst. Es war die dritte Attacke auf die Anlage in weniger als zwei Wochen. Der russische Präsident Wladimir Putin bezeichnete dies als Beweis für verstärkte ukrainische Angriffe auf zivile Ziele.

Seit dem Beginn der russischen Invasion im Februar 2022 hat die Ukraine ein Arsenal an im Inland produzierten Langstreckenwaffen aufgebaut. Dem ukrainischen Verteidigungsministerium zufolge hat das Land die Reichweite seiner Angriffe gegen Russland seitdem um 170 Prozent erhöht. Im Februar hatten ukrainische Drohnen nach Angaben regionaler Behörden die Raffinerie Uchta in der russischen Republik Komi getroffen, die rund 1750 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt liegt. (Reuters)
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Federica Matteoni

Ukrainische Angriffe auf Krim legen russische Treibstoffversorgung lahm

Russische Einheiten in der Region Cherson leiden unter akutem Kraftstoffmangel. Das ukrainisch-krimtatarische Partisanennetzwerk Atesh berichtet, dass Verbände im Bereich Hola Prystan nach einer Serie ukrainischer Angriffe auf die Treibstoffinfrastruktur der Krim kaum noch Kraftstoff erhalten — darunter der Schlag vom 23. April auf das Öldepot in Feodossija, der die Nachschubketten auf der Cherson-Achse erheblich gestört hat.

Laut Atesh versuchen die russischen Truppen, den Engpass mit kleinen Notlieferungen zu überbrücken — das löse das Problem jedoch nur teilweise. (Valeriia Semeniuk)
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Federica Matteoni

EU erwägt strengere Auflagen für Ukraine-Kredit über 90 Milliarden Euro

Die Europäische Union prüft offenbar strengere Bedingungen für einen Kredit in Höhe von 90 Milliarden Euro an die Ukraine. Wie Bloomberg unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, könnte ein Teil der Zahlungen an umstrittene Steuerreformen geknüpft werden.

Konkret geht es demnach um 8,4 Milliarden Euro an Makrofinanzhilfe, die Kiew noch in diesem Jahr erhalten möchte. Die Auszahlung könnte von Änderungen im Steuersystem für kleine Unternehmen abhängig gemacht werden. Derzeit zahlen viele Einzelunternehmer in der Ukraine einen pauschalen Steuersatz von fünf Prozent. Europäische Partner drängen laut Bericht darauf, diesen näher an das reguläre Niveau von bis zu 20 Prozent anzuheben.

Aus Sicht der EU schwächen Steuervergünstigungen die Staatseinnahmen und begünstigen die Schattenwirtschaft. In der Ukraine gelten solche Reformen jedoch als politisch heikel. 8Valeriia Semeniuk
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Federica Matteoni
Fahrzeuge der russischen Armee rollen während der Militärparade zum Tag des Sieges über den Roten Platz.(Archiv)
Fahrzeuge der russischen Armee rollen während der Militärparade zum Tag des Sieges über den Roten Platz.(Archiv)   Bild: dpa

Siegesparade in Moskau ohne Militärtechnik

Aus Furcht vor ukrainischen Drohnenangriffen findet die traditionelle Militärparade zum Tag des Sieges in Moskau in diesem Jahr ohne Panzer und Raketen statt. Die Vorführung von Militärtechnik am 9. Mai entfalle wegen der „operativen Lage“, teilte das Verteidigungsministerium in der russischen Hauptstadt mit. 

Stattdessen solle während der Fernsehübertragung der Parade der Einsatz russischer Soldaten aller Waffengattungen gezeigt werden - auch im Krieg gegen die Ukraine und in den Kommandoposten der Nuklearstreitkräfte. Es bleibe beim Vorbeimarsch Tausender Offiziersanwärter auf dem Roten Platz.

Demonstration von Moskaus Militärmacht 
Russland feiert am 9. Mai traditionell den Sieg über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg 1945. Die Militärparade vor Präsident Wladimir Putin auf dem Roten Platz diente auch dazu, mit Interkontinentalraketen und modernen Panzern die Macht Russlands zu demonstrieren. Allerdings schwankte der Umfang der gezeigten Militärtechnik auch in früheren Jahren. Zuletzt war 2007 keine Technik vorgeführt worden. (dpa)
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Federica Matteoni

Mindestens ein Mensch bei russischen Drohnenangriffen auf die Ukraine getötet

Bei russischen Drohnenangriffen in der Ukraine ist nach Behördenangaben mindestens ein Mensch getötet worden. In der nordöstlichen Grenzregion Sumy sei eine 60-jährige Frau infolge der Angriffe getötet worden, mindestens zwei weitere Menschen seien verletzt worden, erklärte am Mittwoch der örtliche Regionalgouverneur Oleh Grigorow im Onlinedienst Telegram. 

Die Angriffe zielten demnach „auf Wohngebäude“ und lösten Großbrände aus. Die Bewohner der getroffenen Häuser seien evakuiert worden.

In seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine beschießt Russland das Nachbarland fast jede Nacht mit hunderten Drohnen. Im Gegenzug greift die ukrainische Armee regelmäßig die russische Energieinfrastruktur und militärische Ziele an. (AFP)
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