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Julia Weiss
Author Julia Weiss

Russland hat Ukraine im März mit mehr Drohnen als je zuvor angegriffen

Die russische Armee hat die Ukraine im März mit mehr Drohnen angegriffen als in jedem anderen Monat seit Beginn der Invasion im Jahr 2022. Im vergangenen Monat setzte Russland mindestens 6462 Drohnen mit hoher Reichweite in der Ukraine ein, wie eine am Donnerstag veröffentlichte Analyse der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage täglicher Berichte der ukrainischen Luftwaffe zeigte. Dies stellt einen Anstieg um 28 Prozent gegenüber dem Vormonat Februar dar.

Die ukrainische Luftwaffe konnte eigenen Angaben zufolge fast 90 Prozent der russischen Drohnen und Raketen abfangen, was die höchste Abfangrate seit Februar 2025 darstellt. Dennoch führten die Angriffe im März zu vielen zivilen Opfern, auch weit von der Front entfernt.

Während die meisten Angriffe nachts stattfanden, zeigten die Daten einen Angriff am hellichten Tag am 24. März, bei dem acht Menschen getötet wurden und die zum Unesco-Welterbe zählende Stadt Lwiw beschädigt wurde. Moskau setzte dabei binnen 24 Stunden 1000 Drohnen ein.

Russland hat seine Drohnenproduktion seit Kriegsbeginn massiv hochgefahren, streitet jedoch ab, Zivilisten anzugreifen. Moskau behauptet, lediglich militärische Infrastruktur ins Visier zu nehmen. Die Ukraine bemüht sich ihrerseits, die Luftverteidigung hochzufahren und setzt kostengünstige Abfangdrohnen ein, um die russischen Drohnen zu zerstören. (AFP)

Drohnenangriff in Lwiw am 24. März.
Drohnenangriff in Lwiw am 24. März.   Bild: Mykola Tys/AP/dpa
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Julia Weiss
Author Julia Weiss

Putin will Ägypten zur Getreide- und Energie-Drehscheibe machen

Der russische Präsident Wladimir Putin bringt einen gemeinsamen Getreide- und Energieknotenpunkt mit Ägypten ins Spiel. Putin sprach dies bei einem Treffen mit dem ägyptischen Außenminister Badr Abdelatty am Donnerstag im Kreml an. Es gebe „viele interessante Ideen“, sagte Putin. Nähere Einzelheiten zu dem Vorschlag nannten beide in dem im Fernsehen übertragenen Teil ihres Treffens nicht. Abdelatty erklärte, Ägypten begrüße die russischen Initiativen.

Hintergrund ist die Suche Russlands nach neuen Wegen für den Export seiner Energie und Rohstoffe als Reaktion auf die westlichen Sanktionen wegen des Krieges gegen die Ukraine. (Reuters)

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Federica Matteoni

Russland ändert Angriffstaktik aus der Luft

Russland kombiniert nächtliche Massenangriffe mit Drohnen zunehmend mit weiteren Angriffswellen am Tag – mit dem Ziel, die ukrainische Luftverteidigung zu überlasten. Das geht aus einem neuen ISW-Bericht hervor. Die Strategie folge dem Prinzip „Ansammeln und Zuschlagen": Auf begrenzte Angriffe über mehrere Tage folgen großangelegte Wellen mit Drohnen und Raketen. 

Das ISW warnt, dass diese Taktik zu mehr zivilen Opfern und erhöhtem psychologischem Druck auf die Bevölkerung führen kann. Russland nähert sich zudem der Fähigkeit, mehr als 1000 Drohnen in einer einzigen Angriffswelle einzusetzen – mit steigenden Temperaturen dürfte die Intensität der Tagesangriffe weiter zunehmen. (Yulia Valova)
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Federica Matteoni

Drohnenangriff auf Odesa: Hafen und Wohnhäuser getroffen

In der Nacht zum 2. April hat Russland die Region Odesa mit Angriffsdrohnen attackiert. Im Hafen wurden Lagerflächen, Hangars und Verwaltungsgebäude beschädigt; in Containern mit Sonnenblumenöl brach ein Großbrand aus. 

In der Stadt Tschornomorsk gerieten ein Balkon und eine Gasleitung in einem Wohnhaus in Brand, weitere Häuser in den Rajons Podilsk und Odesa wurden beschädigt. Verletzte gab es nach vorläufigen Angaben keine. Die Staatsanwaltschaft hat ein Verfahren wegen eines möglichen Kriegsverbrechens eingeleitet. (Yulia Valova)
Nach einem russsichen Luftangriff in Odesa
Nach einem russsichen Luftangriff in Odesa   Bild: Reuters
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Federica Matteoni

Russland startet Frühjahrs-Einberufung in besetzten Gebieten

In den von Russland besetzten Gebieten der Ukraine hat am 1. April eine neue Einberufungskampagne begonnen. Das teilte die Untergrundorganisation „Gelbes Band" auf Telegram mit, ein Netzwerk, das in den Regionen Cherson, Saporischschja und auf der Krim aktiv ist. 

Den Angaben zufolge wurden Einberufungskommissionen eingerichtet, während Polizei eingesetzt wird, um Männer im wehrpflichtigen Alter zu erfassen. Betroffen sind Männer zwischen 18 und 30 Jahren, die teils zwangsweise zu Militärbehörden gebracht werden. 

Obwohl die russischen Behörden erklären, Wehrpflichtige nicht in Kampfzonen zu entsenden, zeigen frühere Fälle, dass Bewohner besetzter Gebiete dennoch in Kampfeinheiten eingesetzt wurden. (Yulia Valova)
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Federica Matteoni

Russland ändert Taktik an der ukrainischen Grenze

An den Grenzabschnitten in den Regionen Sumy und Charkiw setzt Russland verstärkt kleine Sturmgruppen ein, um Schwachstellen in der ukrainischen Verteidigung aufzuspüren. 

Das teilte der Sprecher des ukrainischen Grenzschutzdienstes, Andrij Demtschenko, mit. Statt Sabotage- und Aufklärungsgruppen versuche Moskau nun, die Verteidigung „abzutasten" und die Kontrollzone entlang der Grenze schrittweise auszudehnen. (Yulia Valova)
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Federica Matteoni

Russland verhängt Exportstopp für Benzin

Russland hat einen bis Ende Juli befristeten Exportstopp für Benzin verhängt. Dies teilte die Regierung in Moskau am Donnerstag mit. Mit der Maßnahme solle der heimische Markt stabilisiert werden, da die Nachfrage während der landwirtschaftlichen Aussaat saisonal hoch sei. Zudem verwies die Regierung auf die gestiegenen weltweiten Ölpreise.

Russland hatte in der Vergangenheit wiederholt die Ausfuhr von Benzin und Diesel eingeschränkt, um steigende Preise und Engpässe im Inland einzudämmen. 

Im vergangenen Jahr war es in mehreren Regionen sowie in den von Russland kontrollierten Teilen der Ukraine zu einer Treibstoffknappheit gekommen. Hintergrund waren ukrainische Angriffe auf russische Ölraffinerien sowie eine saisonal hohe Nachfrage.

Das Verbot gilt nicht für Länder, mit denen Russland Regierungsabkommen über Treibstofflieferungen hat, wie die Mongolei. Branchenkreisen zufolge exportierte das Land im vergangenen Jahr knapp fünf Millionen Tonnen Benzin.(Reuters)
Russland kämpft immer wieder mit Treibstoffengpässen im Inland. 
Russland kämpft immer wieder mit Treibstoffengpässen im Inland.    Bild: dpa
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Federica Matteoni

Toter und Verletzte im Südosten der Ukraine nach russischen Angriffen

Im südostukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk wurde nach Angaben von Gouverneur Olexander Hanscha ein Mensch bei russischen Angriffen mit Drohnen und Artillerie in der Stadt Synelnykowe getötet. Ein Zwölfjähriger und eine 42 Jahre alte Frau seien verletzt worden. 

Russland attackierte die Ukrainr in der Nacht mit 172 Kampfdrohnen, wie die ukrainische Luftwaffe mitteilte. Davon seien 147 abgewehrt worden, 22 seien eingeschlagen. (dpa)
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Federica Matteoni

Ukrainische Drohnen treffen Raffinerie in Ufa

Russland hat nach eigenen Angaben mehrere ukrainische Drohnen in der Nähe von Ölraffinerien in der Stadt Ufa tief im Landesinnern abgeschossen. Trümmerteile einer Drohne seien dort in einem Industriegebiet niedergegangen, teilt der Gouverneur der Teilrepublik Baschkortostan, Radij Chabirow, auf seinem Telegram-Kanal mit.  

Das OSINT-Projekt CyberBoroshno meldete  dem "Kyiv Independent" zufolge, dass es sich dabei um die Bashneft-Nowoil-Raffinerie handelt, auf dem Gelände sei ein Feuer ausgebrochen. 

Das Telegrammedium Astra berichtete zudem, auch ein Wohnhaus sei getroffen worden. Die örtlichen Behörden erklärten, dabei habe es keine Toten oder Verletzten gegeben; der Brand sei gelöscht worden.

Ufa liegt rund 1300 Kilometer von der nordöstlichen ukrainisch-russischen Grenze entfernt. Der Angriff zählt zu den geografisch weitreichendsten seit Beginn des Krieges und zeigt die zunehmende Reichweite von Angriffsdrohnen, die es ermöglichen, strategische Energieinfrastruktur tief im russischen Hinterland zu treffen. 

Kiew betrachtet auch Ölanlagen als legitime Ziele, weil sie Russlands Krieg mitfinanzieren. In den vergangenen Tagen waren bereits Angriffe auf ein Chemiewerk in der Region Samara sowie auf ein Öl- und Gasterminal im Hafen Ust-Luga gemeldet worden. (Reuters, fem, Yulia Valova)
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Federica Matteoni

Putin beleidigt? Moskau setzt Prozess gegen Tilly fort

In Moskau setzt ein Gericht an diesem Donnerstag 
das umstrittene Strafverfahren gegen den deutschen Bildhauer Jacques Tilly unter anderem wegen angeblicher Beleidigung von Kremlchef Wladimir Putin fort. 

Der Künstler hat Karnevalswagen für den Düsseldorfer Rosenmontagszug mit Karikaturen von Putin gebaut.
In dem Prozess, der in Abwesenheit des Angeklagten läuft, stehen noch der Abschluss der Beweisaufnahme und die Plädoyers aus.

Laut Gericht muss sich Tilly unter anderem wegen Verletzung religiöser Gefühle verantworten. Vorgeworfen wird ihm eine Ve
runglimpfung der russischen Staatsorgane. (dpa)


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Christoph Zempel

Trump soll Europäern drohen: Waffen für Ukraine nur bei Hormus-Teilnahme

US-Präsident Donald Trump hat einem Zeitungsbericht zufolge mit dem Ende von US-Waffenlieferungen an die Ukraine gedroht. Dadurch sollten die europäischen Verbündeten dazu bewegt werden, sich einer „Koalition der Willigen“ anzuschließen, die die Straße von Hormus wieder öffnen solle, berichtet die „Financial Times“ unter Berufung auf Personen, die über die Gespräche informiert seien. Trump habe damit gedroht, die Lieferungen an die von europäischen Ländern finanzierte Nato-Initiative PURL zur Waffenbeschaffung für die Ukraine einzustellen. (Reuters)
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Christoph Zempel

Selenskyj spricht nach Telefonat mit US-Vertretern von „positivem“ Gespräch

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am Mittwoch nach eigenen Angaben ein Videotelefonat mit den US-Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner sowie Nato-Generalsekretär Mark Rutte und dem US-Senator Lindsey Graham über eine Beendigung des Kriegs geführt. Das Gespräch sei „positiv“ verlaufen, sagte Selenskyj anschließend in seiner täglichen, über Online-Netzwerke verbreiteten Videoansprache.

„Wir haben vereinbart, die Sicherheitsgarantien zu verstärken, und ich habe unser Team bereits beauftragt, die Dokumente zügig zu aktualisieren, damit die Sicherheitsgarantien für die Ukraine solide sind, die Aussicht auf den Wiederaufbau nach dem Krieg realistisch ist und alles umgesetzt werden kann“, sagte Selenskyj zudem.

Vor eineinhalb Wochen waren Unterhändler der Ukraine und der USA zuletzt in Florida zusammengekommen, um weitere Dreier-Gespräche mit Russland über eine Beendigung des Ukraine-Kriegs vorzubereiten. Selenskyj hatte im Anschluss seine Hoffnung auf weitere Gespräche zum Ausdruck gebracht.

Eine trilaterale Gesprächsrunde mit Vertretern Russlands, der Ukraine und der USA hatte zuletzt Mitte Februar in Genf stattgefunden. Diese brachte allerdings keine konkreten Ergebnisse. Moskau beharrt für ein Ende seines seit mehr als vier Jahren andauernden Angriffskriegs auf seiner Forderung, dass die Ukraine die gesamte Donbass-Region abtreten soll, was Kiew strikt ablehnt. (AFP)

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Christoph Zempel

Abgestürzte Drohne in Finnland stammte aus der Ukraine

Eine Drohne, die nahe der russischen Grenze in Finnland abgestürzt war, stammt aus der Ukraine. Das bestätigte die finnische Polizei am Mittwoch. Die Drohne war am Dienstag auf einem zugefrorenen See in Parikkala an der Ostgrenze des Landes entdeckt worden. Mit einer kontrollierten Explosion machte die Polizei sie unschädlich. Erst vor wenigen Tagen waren zwei ukrainische Drohnen im Südosten Finnlands abgestürzt. Verletzt wurde bei den Vorfällen niemand. 

Kiew hatte sich für den Vorfall am Sonntag entschuldigt. Am wahrscheinlichsten sei, dass die Drohnen durch elektronische Störsignale der russischen Flugabwehr vom ursprünglichen Kurs abgebracht worden seien, hieß es. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine sind wiederholt fehlgeleitete ukrainische Drohnen auch in die Lufträume der an Russland grenzenden baltischen Staaten eingedrungen und mitunter abgestürzt. (dpa)

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Christoph Zempel

Mehrere Tote in der Ukraine bei massiven russischen Drohnenangriffen

Bei massiven russischen Drohnenangriffen auf die Ukraine sind am Mittwoch erneut mehrere Menschen getötet und zivile Infrastruktur beschädigt worden. Die Militärverwaltung der zentralen ukrainischen Region Tscherkassi erklärte im Onlinedienst Telegram, vier Menschen seien bei einem Drohnenangriff getötet worden. 

Am späten Vormittag wurden zudem bei einem Angriff auf ein ziviles Fahrzeug in der Region Cherson nach Angaben der dortigen Militärverwaltung eine Frau getötet und zwei Menschen schwer verletzt. Es seien dabei zudem ein Postzentrum und ein Lebensmittellager in der Stadt Luzk durch Brände schwer beschädigt worden.

In der Nacht zum Mittwoch griff Russland der ukrainischen Luftwaffe zufolge die Ukraine mit insgesamt 339 Drohnen an, wovon 298 abgefangen worden seien. (AFP)

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Christoph Zempel

Russland lehnt ukrainischen Vorschlag für Ostern-Waffenruhe als PR-Aktion ab

Russland hat einen ukrainischen Vorschlag für eine Waffenruhe zu Ostern als PR-Aktion von Präsident Wolodymyr Selenskyj zurückgewiesen. Dessen Ziel sei es, Verluste des Militärs auszugleichen, die Armee neu zu gruppieren und die ukrainischen Streitkräfte auf die Fortsetzung der Kämpfe vorzubereiten, sagt die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa. Alles, was man von der Ukraine höre, sei kriegstreibende Rhetorik. 

Selenskyj hatte am Dienstag angekündigt, er wolle US-Vermittler bitten, Russland das ukrainische Angebot für eine Oster-Waffenruhe bei Angriffen auf die Energie-Infrastruktur zu übermitteln. „Wenn sie uns angreifen, werden wir antworten. Wenn sie zustimmen, die Angriffe auf unsere Energie-Infrastruktur einzustellen, werden wir dies ebenfalls tun“, sagte er. Die russische Führung hatte erklärt, ihr lägen keine detaillierten Vorschläge vor. (Reuters)
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Sven Lemkemeyer

Am Kiewer Bahnhof hat der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha am Dienstag die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas und mehrere europäische Minister begrüßt. Sie kamen, um zum vierten Jahrestag der Opfer der russischen Verbrechen in Butscha zu gedenken. Laut Sybiha ist die Symbolik dieses Besuchs wichtig, weil er zeigt, dass Gerechtigkeit für russische Verbrechen unausweichlich ist - auch für die Wiederherstellung der Gerechtigkeit in Europa.Sybiha hat damit wirklich Recht. Es ist allerdings zu ergänzen, dass zeitgleich auch ein anderer Besuch mit Symbolcharakter erfolgt. (...) Vor dem Hintergrund von Europas schwankender Haltung gegenüber der „einzigen Demokratie im Nahen Osten“, die unterstützt von den USA ein Völkerrechtsverbrechen nach dem anderen begeht, besucht (der ukrainische Präsident) Wolodymyr Selenskyj Saudi-Arabien. (...)Der Präsident eines Landes, das von einer Aggression betroffen ist, die die ganze Welt mit der EU voran als unerhörte Verletzung des Völkerrechts verurteilt, und wiederholt beklagt, vom Westen zu wenig Waffen zu bekommen, um Russland zu besiegen, schickt bereitwillig eigene Waffen zur Unterstützung eines anderen Völkerrechtsverbrechens – des Überfalls Israels und der USA auf den Iran. Wer immer sich selbst und andere vor vier Jahren überzeugen wollte, dass der Konflikt in der Ukraine kein Konflikt zwischen Russland und dem Westen sei, dem sollte zumindest jetzt der geopolitische Wecker läuten.

Die slowakische Tageszeitung „Pravda“ kommentiert

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