Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hat angekündigt, „sehr konsequent“ gegen die Protestaktionen der „Letzten Generation“ vorzugehen. „Wir werden nicht länger zulassen, dass einige wenige dem Klimaschutz einen Bärendienst erweisen und die Stadt in Stau legen“, sagte Wegner am Donnerstag im Berliner Abgeordnetenhaus. Er ergänzte: „Wir sagen klar ‚Ja‘ zum Klimaschutz, aber ‚Nein‘ zu diesen Aktionen.“
Auf die Nachfrage des Grüne-Abgeordneten Vasili Franco, ob er Menschen, die gegen die „Letzte Generation“ Selbstjustiz ausüben, genauso entschieden vorgehe, antwortete Wegner nicht direkt. Das Entscheidende sei, „dass die Bilder, die wir immer wieder auf den Straßen erleben, nicht mehr erleben wollen“. Der Senat stehe hinter Polizei und Feuerwehr. Da, wo auch möglicherweise Fehler im Einsatz geschähen, müssen sie aufgeklärt werden, sagte Wegner.
Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) sagte später auf eine ähnliche Frage, ob Selbstjustiz geahndet werde, die Berlinerinnen und Berliner sollten „selbstverständlich“ immer darauf warten, dass die Polizistinnen und Polizisten die Aktivisten von der Straße lösen und „nicht selber dazu greifen und etwas tun“. „Wenn das gemacht wird und auch dort eventuell Straftaten vollzogen werden, werden diese genauso wie bei den Klimaklebern zu werten sein“, fügte sie an. (Anna Thewalt, Robert Kiesel)