Das Ministerium gab weiter an, in den vergangenen 24 Stunden sieben Drohnen entdeckt und abgefangen zu haben. Die Nationalgarde teilte im Onlinedienst X mit, einige ihrer Mitglieder seien bei einem „Drohnenangriff“ und andere bei einem dadurch ausgelösten Feuer verletzt worden. Bereits am Donnerstag hatte Kuwait „feindliche Drohnenangriffe“ mit „erheblichen Schäden“ gemeldet. (AFP)
Israels Militär hat nach eigenen Angaben bei einer koordinierten Angriffswelle auf Stellungen der Hisbollah im Libanon innerhalb einer Minute mehr als 180 Kämpfer getötet. Laut Armee wurden am Mittwoch rund 100 Ziele in Beirut, im Bekaa-Tal und im Südlibanon getroffen, darunter Kommandozentren, militärische Infrastruktur und Waffenlager.
Das Militär erklärte weiter, von diesen Kommandozentren aus hätten Hisbollah-Kämpfer Angriffe gegen israelische Soldaten und Zivilisten vorbereitet und geplant. Die meisten der angegriffenen Einrichtungen hätten sich inmitten ziviler Wohngebiete befunden.
Die Armee warf der Hisbollah vor, libanesische Zivilisten als menschliche Schutzschilde zu nutzen. Dies ist gemäß dem humanitären Völkerrecht strikt verboten und stellt ein Kriegsverbrechen dar.
Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden bei den Luftangriffen am Mittwoch in Beirut und anderen Regionen mindestens 357 Menschen getötet und weitere 1.223 verletzt. Die bisherige Zahl der Todesopfer lag bei 303.
Alle Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen. (dpa)
Vor den geplanten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Pakistan richtet US-Präsident Donald Trump eine martialische Drohung an Teheran. Die Iraner schienen nicht zu begreifen, dass sie „abgesehen von der kurzzeitigen Erpressung der Welt“ mit der Straße von Hormus keinerlei Druckmittel hätten, schrieb er auf der Plattform Truth Social. „Der einzige Grund, warum sie heute noch am Leben sind, ist, um zu verhandeln!“
Trump hatte während des Kriegs mit dem Iran immer wieder mit martialischer Sprache für Aufsehen gesorgt, die ihm international, aber auch im eigenen Land viel Kritik eingebracht hat. (dpa)
Vor den Friedensgesprächen zwischen dem Iran und den USA hat der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf Bedingungen für den Start der Verhandlungen gestellt. „Zwei der Maßnahmen, auf die sich die Parteien geeinigt haben, müssen noch umgesetzt werden: ein Waffenstillstand im Libanon und die Freigabe der iranischen Vermögenswerte, noch vor Beginn der Verhandlungen“, schrieb Ghalibaf am Freitag im Onlinedienst X.
„Diese beiden Fragen müssen geklärt werden, noch bevor die Gespräche beginnen“, fügte Ghalibaf an. Die Gespräche sollen in Pakistan stattfinden, am Samstag wird US-Vizepräsident JD Vance in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad erwartet.
Der Parlamentspräsident äußerte sich kurz, nachdem Vance in den USA abgeflogen war. Zuvor hatte der Republikaner die iranische Seite davor gewarnt, „Spielchen zu spielen“. Ghalibaf und der iranische Außenminister Abbas Araghtschi sollen voraussichtlich die iranische Delegation bei den Gesprächen anführen.
Die pakistanische Regierung hatte bei der Verkündung der von ihr vermittelten Waffenruhe zwischen Washington und Teheran erklärt, diese erstrecke sich auch auf den Libanon. US-Vizepräsident Vance wies dies hingegen zurück.
Die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte war bislang nicht als Voraussetzung für den Beginn der Gespräche genannt worden. Die Aufhebung aller Sanktionen gegen den Iran ist jedoch Teil der zehn Forderungen, die Teheran zu Beginn der Verhandlungen gestellt hatte. (AFP)
Der Iran-Krieg hatte Ende Februar mit Angriffen der USA und Israels auf die Islamische Republik begonnen. Anfang März weitete er sich auf den Libanon aus. Laut dem libanesischen Gesundheitsministerium wurden seit dem 2. März mindestens 1888 Menschen getötet, darunter 163 Kinder.
Die amtliche Nachrichtenagentur NNA meldete derweil, bei neuen israelischen Angriffen seien in der Stadt Nabatijeh im Süden mindestens acht Mitglieder der libanesischen Sicherheitskräfte getötet worden. Die israelische Armee habe „eine Serie heftiger Luftangriffe“ geflogen, darunter auf ein Gebäude mit Büros der Staatssicherheit. Ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP sah starke Zerstörungen in der Stadt. (dpa)