Queerbeauftragter mit langer Begrüßung – und vielen Errungenschaften
Nachdem der Berliner Queerbeauftragte Alfonso Pantisano (SPD) trotz Ankündigung keine Rede hielt, spricht jetzt Sven Lehmann, Queerbeauftragter des Bundes und Grünen-Politiker auf der Bühne am Brandenburger Tor.
„Liebe Lesben, liebe Schwule, liebe Bisexuelle, liebe transgeschlechtliche Menschen, liebe intergeschlechtliche Menschen, liebe nonbinäre Menschen, liebe asexuelle, liebe pansexuelle Menschen, liebe genderfluide Menschen, liebe polyamoröse Menschen, ich freue mich euch hier zu sehen“, leitet Lehmann seine Rede ein.
Der CSD sei immer schon wichtig für die Demokratie gewesen, es gehe nicht um Forderungen schriller Minderheiten, sondern um Menschenrechte: „Deswegen sind wir hier!“ Auch eine Botschaft an alle „Hater“ hat er: „Wir lassen uns nicht mehr unsichtbar machen – nie wieder.“
In der Bundesregierung habe man in den vergangenen Jahren viel erreicht, unter anderem gleiche Rechte bei der Blutspende, fährt Lehmann fort. Außerdem die Umsetzung eines neuen Gesetzes, dass Hetze gegen Minderheiten zur Straftat gemacht habe. Auch das Transsexuellen-Gesetz sei abgeschafft und durch ein Selbstbestimmungsgesetz ersetzt worden. „Ein gemeinsamer Erfolg der Community“, so Lehmann.
Gegen Ende formuliert er Forderungen: Das Familienrecht müsse an Regenbogen-Familien angepasst werden. „Nach der Sommerpause geht die Änderung los“, verspricht er. Die wichtigste Forderung: Artikel 3 im Grundgesetz müsse angepasst werden. Was unter anderem beinhalte, dass die Ehe für Alle für immer gesichert werde.